Tarifkonflikt
Post-Streik: Briefe am Freitag erneut verzögert

Düsseldorf/Greven - Auch am Freitag müssen wieder viele Menschen in NRW auf Briefe verzichten. Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post hätten rund 1500 Mitarbeiter am späten Donnerstagabend in allen 14 Briefverteilzentren des Landes die Arbeit niedergelegt, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Millionen Sendungen könnten deshalb am Freitag nicht zugestellt werden.

Freitag, 29.05.2015, 08:05 Uhr

Da sowohl der Posteingang als auch der Postausgang betroffen sind, wird es nach Gewerkschaftsangaben erheblichen Beeinträchtigung geben. Seit Wochenbeginn hatten über 800 Brief- und Paketzusteller in mehreren Landesteilen gestreikt. Auch 120 Beschäftigte der Home Delivery in Greven haben im Rahmen der dort laufenden Lohn- und Gehaltstarifverhandlungen für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt

Es sei gut möglich, dass der Ausstand auch am Samstag fortgesetzt werde. «Wir werden so lange streiken, bis der Post-Konzern die Interessen seiner Beschäftigten ernst nimmt», sagte der Fachbereichsleiter für Postdienste bei Verdi , Uwe Speckenwirth .

In dem Tarifstreit verlangt Verdi für die bundesweit rund 140.000 Beschäftigten eine Verkürzung der Wochenarbeitszeiten auf 36 Stunden mit vollem Lohnausgleich sowie 5,5 Prozent mehr Geld. Die Verhandlungen sollen am 1. und 2. Juni in Berlin fortgesetzt werden.

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