Haltern weiht Gedenkstätte für Opfer der Germanwings-Katastrophe ein
„Wir werden sie nie vergessen“

Haltern -

Die Stadt Haltern am See hat am Freitag eine Gedenkstätte zur Erinnerung an die Opfer des Germanwings-Absturzes vom vergangenen März eingeweiht. In einer Feierstunde auf dem städtischen Friedhof nahmen die Opferfamilien, mehrere Hundert Bürger und Ratsvertreter an der Feier teil. Die Mutter eines bei dem Unglück getöteten Mädchens sprach ein Gebet. Die Pfarrer der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden segneten die Fläche ein, die an ein Klassenzimmer erinnern soll.

Freitag, 21.08.2015, 18:08 Uhr

Ein Granitstein, versehen mit einem Kreuz, den Namen der Opfer, der Flugnummer und dem Datum erinnert in Haltern an die Tragödie.
Ein Granitstein, versehen mit einem Kreuz, den Namen der Opfer, der Flugnummer und dem Datum erinnert in Haltern an die Tragödie. Foto: dpa

Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel erinnerte bei der Feierstunde an einen Eintrag ins Kondolenzbuch der Stadt durch einen trauernden Bürger: „Denn erst wenn wir Ihre Kinder vergessen haben, sind sie wirklich tot.“ Klimpel versprach den Familien erneut, die Opfer in Erinnerung zu halten. „Wir werden sie nie vergessen. Dieser Ort soll dazu beitragen“, sagte er über den stillen und für jedermann begehbaren Rückzugsort.

Die Rasenfläche ist von Hecken umsäumt. 16 in Reihen gepflanzte Zierapfelbäume stellen den Klassenverband dar. Vorne stehen zwei Bäume – wie Lehrerinnen an der Tafel. Der Gedenkstein erinnert an ein Pult. Die Gravur zeigt ein schlichtes Kreuz über den Namen der Toten, darunter eine schwarze Trauerschleife mit der Flugnummer 4U9525. Das Symbol ging nach dem Absturz um die Welt. Fünf Familien der Absturzopfer hatten sich entschieden, ihre Kinder direkt neben der Gedenkstätte zu beerdigen.

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