Migration
Flüchtlings-Unterkunft am früherem NS-Areal Vogelsang

Köln/Schleiden (dpa/lnw) - Die Bezirksregierung Köln will Hunderte Flüchtlinge in unmittelbarer Nachbarschaft zum früheren Areal der nationalsozialistischen Ordensburg Vogelsang unterbringen. In Gebäuden, die das belgische Militär in der Nachkriegszeit genutzt hatte, könnten nach Angaben der Bezirksregierung bis zu 900 Menschen untergebracht werden. Die eingeschossigen Truppenhäuser verfügten über eine Ölheizung. Die ersten Gebäude, die seit zehn Jahren leer stehen, sollen zeitnah hergerichtet werden.

Mittwoch, 14.10.2015, 12:10 Uhr

An dem Gelände sollen Flüchtlinge untergebracht werden.
An dem Gelände sollen Flüchtlinge untergebracht werden. Foto: Oliver Berg

Die Belegung der ersten Häuser sei eine Frage von wenigen Monaten, sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung am Mittwoch. Diese Bewohner könnten sich dann je nach Fähigkeit bei der Herrichtung weiterer Häuser einbringen.

Die abgelegene «NS-Ordensburg Vogelsang » in der Eifel wurde als Ausbildungszentrum für die NSDAP-Verwaltungselite gebaut. Gebäude und erweitertes Areal wurden zuletzt bis 2005 als NATO-Truppenübungsplatz unter belgischer Hoheit genutzt. Mit millionenschweren Investitionen soll sich Vogelsang zum touristischen Bildungsort wandeln.

Der nächste Ort mit einer Einkaufsmöglichkeit ist nur mit dem Bus zu erreichen. In die umliegenden Kommunen gebe es stündlich einen Bus, teilte die Bezirksregierung mit.

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