Atom
Klage gegen AKW Tihange? Region Aachen entscheidet

Im Aachener Dreiländereck wächst die Sorge vor einem Atomunfall im belgischen Kernkraftwerk Tihange. Jetzt entscheidet die Region, ob sie vor Gericht zieht. Sie stünde dort nicht allein.

Donnerstag, 28.01.2016, 03:01 Uhr

Das Atomkraftwerk Tihange in der Kritik.
Das Atomkraftwerk Tihange in der Kritik. Foto: Oliver Berg

Aachen (dpa/lnw) - Die Städteregion Aachen will am Donnerstag entscheiden, ob sie juristisch gegen das belgische Kernkraftwerk Tihange vorgeht. Anwälte haben die Möglichkeiten einer Klage auf Abschaltung des Reaktors geprüft, aber auch auf eine umfangreichere Informationspflicht des Betreibers. Das Ergebnis will die Städteregion heute Nachmittag vorstellen. Die niederländische Stadt Maastricht will sich einer Klage anschließen, weitere Kommunen aus dem niederländischen Grenzgebiet denken ebenfalls darüber nach.

Die Reaktoren Doel bei Antwerpen und Tihange bei Lüttich stehen nach einer Pannenserie in der Kritik. Es ist umstritten, ob Haarrisse in den Reaktorbehältern gefährlich sind. Belgien hatte den verunsicherten Nachbarländern erstmals eine bessere Kommunikation versprochen.

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