Waffen
Deutsch-Südafrikanische Munitionsfabrik in Saudi-Arabien

Johannesburg/Düsseldorf (dpa) - Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall AG betreibt mit einem staatlichen südafrikanischen Partnerunternehmen eine neue Munitionsfabrik in Saudi-Arabien. Südafrikas Präsident Jacob Zuma besuchte das Projekt zusammen mit dem saudischen Kronprinzen und Verteidigungsminister Mohammed bin Salman al-Saud während eines Besuchs in der Golf-Monarchie Ende März, wie sein Sprecher Bongani Majola erstmals am Freitag bestätigte.

Freitag, 15.04.2016, 14:04 Uhr

Blick auf das Logo der Rheinmetall AG.
Blick auf das Logo der Rheinmetall AG. Foto: Caroline Seidel

Die Fabrik wurde demnach von der saudischen Military Industries Corporation gebaut, wird jedoch von Rheinmetall Denel Munition betrieben. An dem Joint Venture mit der staatlichen südafrikanischen Rüstungsschmiede Denel hält Rheinmetall einen Mehrheitsanteil von 51 Prozent. Die Pressestelle von Rheinmetall war am Freitag zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Wiederholte Interview-Anfragen der Deutschen Presse-Agentur seit Anfang April hat die bei Kapstadt ansässige Rheinmetall Denel Munition abgelehnt.

Berichten zufolge soll in der Fabrik unter anderem Artilleriemunition hergestellt werden. Rüstungslieferungen aus Deutschland nach Saudi-Arabien sind genehmigungspflichtig. In diesem Fall war Experten zufolge wohl keine Genehmigung nötig, da es sich um ein Projekt des südafrikanischen Joint Ventures handelt.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3933568?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F22265%2F4843544%2F4843553%2F
Autofahrerin übersieht anderen Wagen: vier Schwerverletzte
Unfall: Autofahrerin übersieht anderen Wagen: vier Schwerverletzte
Nachrichten-Ticker