Prozesse
Ex-AStA-Vorsitzender weist Untreue-Vorwürfe zurück

Essen (dpa/lnw) - Im Untreue-Prozess am Essener Landgericht hat der angeklagte ehemalige AStA-Vorsitzende der Universität Duisburg-Essen am Donnerstag erneut alle Vorwürfe zurückgewiesen. Es geht um Untreue durch Honorarzahlungen, für die es keine Grundlage gegeben habe.

Donnerstag, 01.09.2016, 15:09 Uhr

Ein Blick auf das Landgericht in Essen.
Ein Blick auf das Landgericht in Essen. Foto: Maja Hitij

Die Unternehmen, die er gegründet habe, hätten sich mit Immobilien- und Börsengeschäften befasst, betonte der Ex-Chef der Studentenvertretung. Er habe keine Scheinfirmen geführt, was ihm die Anklage auch nicht vorwirft. Außerdem habe einer der Mitangeklagten in der Türkei und Russland Online-Apotheken eröffnen wollen. Dafür habe er recherchiert und dem 59-Jährigen die Kosten später in Rechnung gestellt - zwischen 2007 und 2011 insgesamt rund 94 000 Euro brutto.

Der 59-Jährige Mitangeklagte soll zur selben Zeit Betriebsleiter eines Kunst- und Kulturcafés an der Uni gewesen sein. Dafür waren ihm laut Gericht vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) monatlich rund 3000 Euro Honorar überwiesen worden. Einen Zusammenhang zwischen den Zahlungen gibt es nach Angaben des ehemaligen AStA-Vorsitzenden aber nicht. Dem 40-Jährigen und seinen drei Mitangeklagten wird vorgeworfen, rund eine halbe Million Euro veruntreut zu haben, beziehungsweise dabei geholfen zu haben.

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