Statistik
Statistisches Jahrbuch: Alle sechs Minuten wird geheiratet

Wie oft kann man mit Tapeten aus Nordrhein-Westfalen die Erde umwickeln? Wie viele Schüler kommen auf einen Lehrer? Und in welches Land wandern die Westfalen am liebsten aus? Antworten liefert das Statistische Jahrbuch NRW 2016 - darunter viel Kurioses.

Dienstag, 06.12.2016, 17:12 Uhr

Neugeborene im Krankenhaus
Neugeborene im Krankenhaus Foto: Waltraud Grubitzsch

Düsseldorf (dpa/lnw) - Alle sechs Minuten gibt sich in NRW ein Paar das Jawort - zumindest im Durchschnitt. Das geht aus dem Statistischen Jahrbuch Nordrhein-Westfalen 2016 hervor, das am Dienstag in Düsseldorf vorgestellt wurde. Demnach stehen den insgesamt 85 045 Eheschließungen allerdings auch 38 312 Scheidungen gegenüber. Das Jahrbuch, ein 800 Seiten dickes Nachschlagewerk, liefert zahlreiche Fakten und Statistiken aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Hier einige weitere aktuelle Zahlen:

- Nordrhein-Westfalen ist in Sachen Wandverkleidung bundesweit Spitze: 52 Prozent der in Deutschland bedruckten Tapeten stammten 2015 aus NRW. Das waren 39 Millionen Rollen - das Material könnte man fast zehn Mal um die Erde wickeln.

- Alkoholprobleme sind bei männlichen Krankenhauspatienten zwischen 20 und 60 Jahren die häufigste Diagnose. Bei Frauen liegt diese Diagnose nach Gallensteinen und Brustkrebs an dritter Stelle.

- Im vergangenen Jahr wurde fast jedes dritte Kind geboren, ohne dass die Eltern verheiratet waren. 1999 hatte noch jedes sechste Kind Eltern ohne Trauschein. Insgesamt kamen 2015 über 160 000 Kinder zur Welt - mehr Geburten hatte es zuletzt im Jahr 2003 gegeben.

- Auf einen Lehrer kommen in NRW 13 Schüler.

- Die Zahl der Sitzplätze auf Ausflugsdampfern hat sich von 2006 bis 2015 auf 19 000 halbiert.

- Im Kreis Olpe brauchen die Menschen am wenigsten auf den Cent zu achten: Mit 27 125 Euro lag das verfügbare Jahreseinkommen je Einwohner fast 6000 Euro über dem Landesdurchschnitt (Stand 2014).

- Die Schweiz ist das beliebteste Ziel von NRW-Auswanderern. Insgesamt zogen 2015 mehr als 25 000 Deutsche aus Nordrhein-Westfalen ins Ausland. 2331 davon zog es in die Schweiz, 2056 nach Großbritannien, gefolgt von der Türkei (1981) und den USA (1832). Nach Usbekistan, Armenien und Moldau zog es je einen Westfalen.

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