Medien
«Reporterfabrik» will Bürgerjournalismus stärken

Essen (dpa/lnw) - Im Kampf gegen gefälschte Nachrichten wollen Reporter aus dem Ruhrgebiet im Internet eine Journalistenschule für Jedermann gründen. Die inhaltliche Leitung der «Reporterfabrik» genannten Einrichtung soll der Journalist Cordt Schnibben übernehmen, berichtete das gemeinnützige Recherchezentrum Correctiv am Montag in Essen. Kostenlose Workshops sollen Grundlagen des journalistischen Handwerks vermitteln und die Arbeit von sozialen und klassischen Medien durchschaubar machen. Pro Jahr wollen die Macher mehr als 180 Erklärvideos produzieren. Profi-Workshops richten sich an Journalisten.

Montag, 16.01.2017, 13:01 Uhr

Correctiv-Leiter David Schraven.
Correctiv-Leiter David Schraven. Foto: Stephanie Pilick

«Das ist unser Versuch, die aufklärerische, konstruktive, solidarische Vision des Netzes zu verteidigen gegen die dunkle Seite: gegen Hass, Fake-News, Desinformationen und Trash», teilte Correctiv-Leiter David Schraven mit. Zu den Unterstützern zählten etwa Giovanni di Lorenzo («Die Zeit»), Mathias Müller von Blumencron FAZ »), Julia Jäkel ( Gruner+Jahr ) und Claus Kleber (ZDF).

Als nächstes wollen die Organisatoren Kooperationen mit Journalistenschulen und Volkshochschulen eingehen und weitere Gelder sammeln. Correctiv finanziert sich nach eigenen Angaben vor allem durch Spenden von Bürgern und Zuwendungen von Stiftungen.

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