Gesundheit
Keine Erkältungswelle: Weniger Krankmeldungen in NRW

Düsseldorf/Münsterland -

Der Krankenstand ist gesunken: Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen hatten 2016 seltener Husten und Schnupfen.

Freitag, 27.01.2017, 09:01 Uhr

Ein Hausarzt misst einer Patientin den Blutdruck.
Ein Hausarzt misst einer Patientin den Blutdruck. Foto: Bernd Weissbrod

Die Erkältungswelle blieb aus: Die Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen haben sich im vergangenen Jahr weniger krankgemeldet. Der Krankenstand bei erwerbstätigen Mitgliedern der Krankenkasse DAK sank von 4,1 auf 3,9 Prozent, wie die DAK NRW am Freitag mitteilte.

Von 1000 Beschäftigten waren damit pro Tag 39 krankgeschrieben. Der Anteil der Arbeitnehmer, die das ganze Jahr nicht krankgeschrieben waren, stieg von 50 Prozent (2015) auf 56 Prozent. Ein Grund für den gesunkenen Krankenstand sei ein Rückgang der Erkältungskrankheiten wie Bronchitis und Sinusitis um 13 Prozent, hieß es.

15 Tipps gegen Kälte

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  • Lachen ist gesund und hält warm. Laut wissenschaftlichen Studien vergessen Menschen während des Lachens oder Lächelns kurzzeitig, dass sie frieren. Zudem stärkt Lachen die Abwehrkräfte. Lediglich Singen hat eine ähnliche Wirkung.

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  • Nicht nur von außen muss der Körper bei kalten Temperaturen gewärmt werden. Gewürze wie Chili, Zimt, Ingwer und Pfeffer können – richtig dosiert – auch von innen wärmen. Dabei gilt: Je schärfer, desto heißer.

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  • Viel trinken soll gegen Kälte helfen? Ja, denn wenn das Blut dank der Flüssigkeitszufuhr besser zirkuliert, werden auch Finger und Zehen eher warm.

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  • Ein ausgedehnter Spaziergang oder eine Joggingrunde tragen dazu bei, die Durchblutung anzukurbeln. Der Körper wärmt sich regelrecht selbst. Zudem wird das Immunsystem gestärkt.

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  • Auch Massagen und Wellness-Behandlungen regen die Durchblutung an. Eine sanfte Bürstenmassage lässt die Minusgrade vor der Haustür fast vergessen.

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  • Wer gestresst ist oder an Depressionen leidet, friert schneller. Auch wer sich ständig einredet, dass es kalt ist, leidet intensiver unter niedrigen Temperaturen. Helfen kann unter anderem autogenes Training.

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  • Nicht nur beim Winterspaziergang ist der Zwiebellook die beste Variante, sich warm zu halten. Zwischen den verschiedenen, übereinander angezogenen Kleidungsstücken bilden sich Wärmepolster.

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  • Ein heißer Eintopf und Suppen wärmen von innen. Im Gegensatz zu Milchprodukten oder Salaten sind sie eine gute Mahlzeit in der kalten Jahreszeit.

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  • Frauen frieren schneller als Männer. Das liegt unter anderem am Körperbau. Denn Männer haben von Natur aus mehr Muskelmasse, und 80 Prozent der körpereigenen Wärme wird von Muskeln produziert.

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  • Wärmflaschen, Heizdecken und Stulpen helfen, die Kälte etwas abzumildern. Auch warmes Wasser wirkt Wunder - entweder als Fußbad oder beim Spülen. Trotz Spülmaschine sollten Frostbeulen deshalb im Winter ab und an mit der Hand spülen.

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  • Schlägt man die Beine übereinander, hemmt man die Blutzirkulation. Deshalb sollte man diese Sitzposition im Winter vermeiden.

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  • Kälteempfinden hat auch immer eine psychologische Komponente. Aus farbpsychologischer Sicht soll Kleidung in warmen Farben wie Rot oder Gelb gegen die Kälteempfindlichkeit helfen.

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  • Jeder Saunagang stärkt in Kombination mit kaltem Abduschen danach die Abwehrkräfte. Dabei ist egal, ob es sich um eine traditionelle Sauna oder eine minus 110 Grad kalte Kältesauna handelt.

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  • Fetthaltige Creme bewahrt die Haut im Winter vor dem Austrocknen, indem sie verhindert, dass zu viel Feuchtigkeit verdunstet. Spröde oder ältere Haut schützt im Winter dementsprechend schlechter.

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  • Mit den nackten Füßen kurz in den Schnee und hinterher gut aufwärmen – das stärkt die Abwehrkräfte und schützt auf Dauer vor eisig kalten Füßen.

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Krankenstand & Fehltage

Da der Zeitraum der Krankschreibung bei Erkältungen aber relativ kurz sei, habe sich der Rückgang auf den Gesamtkrankenstand nicht so stark ausgewirkt. Weiterhin machten wenige langandauernde Erkrankungen wie psychische Erkrankungen, Rücken- oder Hüftleiden fast die Hälfte des gesamten Krankenstandes aus.

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Auf 100 Versicherte kamen vergangenes Jahr gut 30 Krankheitsfälle wegen schwerer Erkältungen. Dadurch wurden fast 200 Fehltage produziert - 30 Ausfalltage weniger als im Jahr zuvor. Bleibe eine Erkältungswelle aus, habe dies positive Auswirkungen auf die Ausfalltage, hieß es.

Psychische Erkrankungen

Erstmals seit 2006 gab es laut DAK in NRW einen geringen Rückgang bei den psychischen Erkrankungen, während auf Bundesebene ein Anstieg verzeichnet worden sei. Auf 100 Versicherte kommen in NRW 6,5 Fälle von Erkrankungen. Die Zahl der Fehltage wegen psychischer Leiden sei von 274 auf 270 je 100 Versicherte im Jahr 2016 gesunken. Das ist aber immer noch mehr als doppelt so viel wie 2006 mit 129 Fehltagen.

Der ausführliche DAK-Gesundheitsreport wird im Mai vorgelegt.Für die Analyse zum Krankenstand wurden die Daten aller erwerbstätigen Versicherten der DAK durch das IGES Institut in Berlin ausgewertet. Die DAK-Gesundheit gehört zu den großen gesetzlichen Kassen in Deutschland und versichert in NRW mehr als eine Million Menschen.

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