Brauchtum
Ärger für provokante Rosenmontagswagen: Hass-Mails

Düsseldorf (dpa/lnw) - Wagenbauer Jacques Tilly hat für seine provokanten Wagen im Düsseldorfer Rosenmontagsumzugs hunderte Hass-Mails erhalten. «Das war dieses Jahr viel härter als sonst. Dass wir vergast werden sollen, das gab es bisher noch nicht», sagt er am Dienstag. Tilly hatte unter anderem dargestellt, wie US-Präsident Donald Trump versucht, die amerikanische Freiheitsstatue zu vergewaltigen - und anschließend von ihr geköpft wird.

Dienstag, 28.02.2017, 13:02 Uhr

Wagenbauer Jacques Tilly.
Wagenbauer Jacques Tilly. Foto: Federico Gambarini

Viel Kritik habe er auch für einen Wagen unter dem Titel «Blond ist das neue Braun» bekommen. In einer Reihe mit Marine Le Pen, und Geert Wilders findet sich Trump zwischen den Rechtsaußen Europas wieder - am Ende der Reihe steht ein erblondeter Adolf Hitler. Viele Blondhaarige hätten sich von dem Spruch diskriminiert gefühlt und ihm gedroht, berichtete Tilly .

Konsequenzen möchte der Wagenbauer nicht aus den E-Mails ziehen. Auch über Anzeigen denke er nicht nach. Insgesamt hatte Tilly, der für seine provokanten Motive bekannt ist, in diesem Jahr zwölf politische Wagen in den Düsseldorfer Rosenmontagszug geschickt.

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