Warnung vor Flüchtigem
Herne: Polizei prüft Hinweise auf weitere mögliche Opfer

Düsseldorf -

(Aktualisiert) Nach dem Mord an einem Neunjährigen aus Herne geht die Polizei Hinweisen auf ein weiteres mögliches Opfer des mutmaßlichen Täters Marcel H. nach. Ein User habe sich in einem Chat als der flüchtige Mörder des Neunjährigen ausgegeben und dort beschrieben, wie er ein «120 kg Biest bekämpft» habe.

Dienstag, 07.03.2017, 19:03 Uhr

Warnung vor Flüchtigem : Herne: Polizei prüft Hinweise auf weitere mögliche Opfer
Nach der Ermordung eines neunjährigen Jungen in Herne im Ruhrgebiet sucht die Polizei einen 19 Jahre alten Verdächtigen. Foto: dpa

Das teilte die Polizei Bochum am Dienstagabend mit. Auch von Folter ist in dem von der Polizei veröffentlichten Chattext die Rede, um an Daten für Bank, Computer und Telefon zu kommen.

Die Polizei rief dazu auf, sich zu melden, falls im Umfeld eine Frau vermisst werde. «Wenn man dem Täter glaubt, müsste sich der Tatort dieses zweiten Verbrechens im Umkreis von 80 km um Herne befinden», hieß es in der Mitteilung.

Festnahme nach dem Mord in Herne

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  • Polizeibeamte stehen am 9. März 2017 in der Herne vor dem Imbiss, in dem der mutmaßliche Kindermörder Marcel H. gefasst wurde. Der 19-Jährige, der einen neun Jahre alten Jungen getötet haben soll, hatte sich bei der Polizei gemeldet.

    Foto: dpa
  • Polizisten der Spurensicherung untersuchen am 9. März 2017 in Herne vor dem Haus, in dem es einen Wohnungsbrand gegeben hatte, eine Matratze. In der Wohnung wurde ein Toter gefunden. 

    Foto: dpa
  • Von der Feuerwehr hell erleuchtet ist das Haus in der Sedanstraße in Herne. In dem Gebäude gab es einen Wohnungsbrand; später wurden hier zwei Tote gefunden. Der Hinweis kam von einem Mann, bei dem es sich um den mutmaßlichen Kindermörder Marcel H. handelte. 

    Foto: dpa
  • Polizeibeamte stehen am 9. März 2017 in der Herne vor dem Imbiss, in dem der mutmaßliche Kindermörder Marcel H. gefasst wurde. Der 19-Jährige, der einen neun Jahre alten Jungen getötet haben soll, hatte sich bei der Polizei gemeldet.

    Foto: dpa
  • Polizisten der Spurensicherung stehen am 9. März 2017 in Herne vor dem Haus, in dem es einen Wohnungsbrand gegeben hatte. Später wurde hier ein Toter gefunden. Der Hinweis kam von einem Mann, bei dem es sich um den mutmaßlichen Kindermörder Marcel H. handelte.

    Foto: dpa
  • Polizeibeamte stehen am 9. März 2017 in der Herne vor dem Imbiss, in dem der mutmaßliche Kindermörder Marcel H. gefasst wurde. Der 19-Jährige, der einen neun Jahre alten Jungen getötet haben soll, hatte sich bei der Polizei gemeldet.

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  • Polizeibeamte stehen am 9. März 2017 in der Herne vor dem Imbiss, in dem der mutmaßliche Kindermörder Marcel H. gefasst wurde. Der 19-Jährige, der einen neun Jahre alten Jungen getötet haben soll, hatte sich bei der Polizei gemeldet.

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  • Von der Feuerwehr hell erleuchtet ist das Haus in der Sedanstraße in Herne. In dem Gebäude gab es einen Wohnungsbrand; später wurden hier zwei Tote gefunden. Der Hinweis kam von einem Mann, bei dem es sich um den mutmaßlichen Kindermörder Marcel H. handelte. 

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  • Polizisten der Spurensicherung untersuchen am 9. März 2017 in Herne vor dem Haus, in dem es einen Wohnungsbrand gegeben hatte, eine Matratze. In der Wohnung wurde ein Toter gefunden. 

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  • Polizisten der Spurensicherung stehen am 9. März 2017 in Herne vor dem Haus, in dem es einen Wohnungsbrand gegeben hatte. Später wurde hier ein Toter gefunden. Der Hinweis kam von einem Mann, bei dem es sich um den mutmaßlichen Kindermörder Marcel H. handelte.

    Foto: dpa
  • Von der Feuerwehr hell erleuchtet ist das Haus in der Sedanstraße in Herne. In dem Gebäude gab es einen Wohnungsbrand; später wurden hier zwei Tote gefunden. Der Hinweis kam von einem Mann, bei dem es sich um den mutmaßlichen Kindermörder Marcel H. handelte. 

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  • Polizisten der Spurensicherung untersuchen am 9. März 2017 in Herne vor dem Haus, in dem es einen Wohnungsbrand gegeben hatte, eine Matratze. In der Wohnung wurde ein Toter gefunden. 

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  • Polizisten der Spurensicherung untersuchen am 9. März 2017 in Herne vor dem Haus, in dem es einen Wohnungsbrand gegeben hatte, eine Matratze. In der Wohnung wurde ein Toter gefunden. 

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  • Polizisten der Spurensicherung untersuchen am 9. März 2017 in Herne vor dem Haus, in dem es einen Wohnungsbrand gegeben hatte, eine Matratze. In der Wohnung wurde ein Toter gefunden. 

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  • Polizei und Feuerwehrleute stehen vor dem Haus in Herne.

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  • Beamte der Spurensicherung kamen schon in der Nacht am Tatort an.

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  • Beamte der Spurensicherung kamen schon in der Nacht am Tatort an.

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  • Beamte der Spurensicherung kamen schon in der Nacht am Tatort an.

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  • Nach der Ermordung eines neunjährigen Jungen in Herne im Ruhrgebiet sucht die Polizei einen 19 Jahre alten Verdächtigen.

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  • Beamte der Spurensicherung kamen schon in der Nacht am Tatort an.

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„Die Hinweise aus dem Chat, wonach der Täter eine Frau in seine Gewalt gebracht, gefoltert und ermordet haben soll, haben sich bislang nicht bestätigt, können jedoch weiterhin nicht ausgeschlossen werden. Eingegangenen Hinweise werden derzeit intensiv geprüft“, teilte die Bochumer Polizei am Mittwochmorgen mit.

Der 19-Jährige wird verdächtigt, in Herne bei Bochum einen kleinen Nachbarsjungen umgebracht und Bilder davon ins Darknet gestellt zu haben. Das neun Jahre alte Kind wurde am Montagabend erstochen im Keller des mutmaßlichen Täters in einer Arbeitersiedlung gefunden. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte gesagt, die ins Internet gestellten Aufnahmen machten „auch die Ermittler fassungslos“.

Die Polizei war am Montag von einem Zeugen alarmiert worden, dem gegenüber der mutmaßliche Täter die Bluttat im Kurznachrichtendienst WhatsApp angekündigt hatte, wie der Bochumer Polizeisprecher Dirk Sopart am Mittwochmorgen sagte. Zuvor hatte das Magazin „Vice“ darüber berichtet. Zur gleichen Zeit sei die Tat schon in einem anonymen Internet-Forum gepostet worden, sagte der Sprecher weiter. Der Urheber dieses Posts lasse sich nicht nachvollziehen: „Man bewegt sich zwar im Internet, ist aber dennoch völlig anonym unterwegs.“

Die Beamten warnten, dass der Verdächtige gefährlich sei und weitere Verbrechen angedeutet habe. Bis Dienstagabend war der Mordverdächtige noch nicht gefasst.

Darknet

Im sogenannten Darknet (englisch für «dunkles Netz») können sich Internetnutzer fast komplett anonym bewegen. Der Bereich des Internets wird von Menschen genutzt, die viel Wert auf Privatsphäre legen oder in einem repressiven politischen System leben - aber auch von Kriminellen. Der Zugang ist über eine Anonymisierungssoftware möglich, etwa die kostenlose Software «Tor».

Schwerpunkt illegaler Geschäfte im Darknet ist nach Einschätzung von Ermittlern Rauschgift. Waffen werden im Darknet nach Erkenntnissen von Fachleuten deutlich seltener angeboten als Drogen, sind aber angesichts der Sicherheitslage Schwerpunkt der Ermittlungen. Zudem spielt der Handel von Kinderpornografie, Falschgeld und gefälschten Pässen eine Rolle.

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