Prozesse
Wuppertal: Korruptionsprozess um Firmenrechnungen gestartet

Wuppertal (dpa/lnw) - Gegen einen 55 Jahre alten Mitarbeiter des Wupperverbandes und zwei Handwerker hat in Wuppertal ein Korruptionsprozess begonnen. Ihnen werden in dem Verfahren vor dem Amtsgericht Wuppertal Korruption, Vorteilsgewährung und Untreue vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Handwerker ihre Rechnungen massiv erhöhten, und dass das so ergaunerte Geld aufgeteilt wurde.

Donnerstag, 09.03.2017, 14:03 Uhr

Das Amtsgericht in Wuppertal.
Das Amtsgericht in Wuppertal. Foto: Caroline Seidel

«Es wurde von vornherein vereinbart, dass die geleisteten Arbeitsstunden überhöht abgerechnet werden sollten», hatte Oberstaatsanwalt Wolf Tilman Baumert vor dem Verfahren gesagt. Für den Prozess sind acht Verhandlungstage geplant, ein Urteil soll Ende März gesprochen werden.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft gab der 55 Jahre alte Hauptangeklagte, der zuständig war für Auftragsvergabe an Fremdfirmen und die Prüfung der Forderungen, die Rechnungen frei. Dem Wupperverband soll ein Schaden von vielen zehntausend Euro entstanden sein.

Der Mitarbeiter des Verbandes soll in 58 Fällen seine Stellung als Amtsträger missbraucht haben. Er sagte am Donnerstag, die in der Anklage genannten Rechnungen stimmten. Er könne sich aber nicht an einzelne Aufträge erinnern. Der Wupperverband ist für die Wasserwirtschaft im Einzugsgebiet der Wupper zuständig.

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