Energie
Studie: Jeder dritte Haushalt könnte Strom selbst erzeugen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Fast jeder dritte der rund 8,7 Millionen Privathaushalte in Nordrhein-Westfalen könnte bis 2030 seinen Strom teilweise selbst erzeugen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW, die am Donnerstag in Düsseldorf bei einer Tagung zusammen mit der Energieagentur NRW vorgestellt wurde.

Donnerstag, 29.06.2017, 16:06 Uhr

Ein Dach mit Photovoltaik-Modulen.
Ein Dach mit Photovoltaik-Modulen. Foto: Caroline Seidel

Bisher erzeugen NRW-weit etwa 150 000 Privathaushalte selbst Strom durch Photovoltaik auf dem Dach oder Gas-Blockheizkraftwerke. Hinzu kommen etwa 80 000 Bauernhöfe als gewerbliche Erzeuger. Die Eigenerzeugung sei vielfach wirtschaftlich, sagte Studienleiterin Astrid Aretz . Die teils recht geringen Renditen reichten aber nicht immer als Anreiz für die Investition.

Strom selbst zu erzeugen und teilweise vor Ort gleich zu verbrauchen, entlastet die von der Energiewende stark beanspruchten Stromnetze. Außerdem bekommen durch gemeinsame Blockheizkraftwerke auch Mieter, die selbst kein Haus für Photovoltaik besitzen, die Möglichkeit, sich an der Energiewende aktiv zu beteiligen. Getestet würden daneben Kleinstsolaranlagen an Balkonen für Mieter, hieß es. Das Potenzial für den Umbau sei groß. Allerdings müssten noch bürokratische Hemmnisse abgebaut werden, sagte der Abteilungsleiter Energie bei der Verbraucherzentrale , Udo Sieverding .

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