Tiere
Staatsanwaltschaft prüft Vorwürfe gegen Schweinemast

Steinfurt/Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein TV-Bericht zur Schweinemast im Betrieb der Familie von NRW-Agrarministerin Christina Schulze Föcking (CDU) hat die Ermittler auf den Plan gerufen. Die Staatsanwaltschaft Münster prüfe, ob ein Anfangsverdacht für einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliege, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Dies sei noch kein offizielles Ermittlungsverfahren.

Donnerstag, 13.07.2017, 12:07 Uhr

Die NRW-Agrarministerin Christina Schulze Föcking (CDU).
Die NRW-Agrarministerin Christina Schulze Föcking (CDU). Foto: Federico Gambarini

Die RTL-Sendung « stern TV » hatte am Mittwochabend Bilder vom Schweinemastbetrieb der Familie ausgestrahlt, die zum Teil stark verletzte Tiere in einem verdreckten Stall zeigen. Die Aufnahmen waren von Tierschützen heimlich gefilmt worden.

Anzeigen seien bis zum Vormittag noch nicht bei der Staatsanwaltschaft eingegangen, sagte Botzenhardt - weder von Tierschützern noch vonseiten der Familie Schulze Föcking wegen Hausfriedensbruchs. Die im Tierschutz engagierte Albert Schweitzer Stiftung bereitet nach eigenen Angaben eine Strafanzeige vor und forderte in einer Mitteilung, die Ministerin zu entlassen.

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