Prozesse
Zeckenbiss: Polizist klagt auf Anerkennung als Dienstunfall

Münster/Köln -

Von einer Zecke gebissen wurde der Beamte. Nur wann genau, das ist die Frage. Der Polizei aus dem Rheinland sagt, das passierte im Dienst. Entscheiden müssen jetzt Richter des Oberverwaltungsgerichts.

Mittwoch, 19.07.2017, 03:07 Uhr

Eine Zecke auf der Haut eines Menschen.
Eine Zecke auf der Haut eines Menschen. Foto: Patrick Pleul

Vier Jahre nach einem Zeckenbiss kämpft ein Polizist des Polizeipräsidiums Köln weiter um die Anerkennung als Dienstunfall. Heute beschäftigt sich das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster mit dem Fall. Der Beamte mit Wohnsitz im Kreis Euskirchen hatte bei seinem Dienstherrn und in der ersten Instanz vor dem Verwaltungsgericht in Köln bislang vergeblich um die Anerkennung gekämpft.

Nach seiner Schilderung war er im September 2013 während einer Nachtschicht nach einem Verkehrsunfall in einem Waldgebiet gebissen worden. Erst fünf Tage später aber meldete er den Vorfall. Die Richter in Köln bemängelten deshalb, dass nicht mit Sicherheit zu klären sei, dass der Biss im Dienst geschah.

Grundsatzurteil von 2010

Der Anwalt des Beamten erklärte vor der Verhandlung am OVG, dass sein Mandant auf eine ausführliche Schilderung des Vorfalls setze. Das sei ihm in Köln in der ersten Instanz nicht möglich gewesen. Als Grundsatzurteil gilt eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts aus dem Jahr 2010.

Damals war ein Zeckenbiss bei einer Lehrerin aus Niedersachsen als Dienstunfall anerkannt worden. Die Beamtin hatte den Vorfall allerdings auch sehr genau dokumentiert.

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