Migration
Fast einhundert Kirchenasyle in NRW

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Kirchengemeinden in Nordrhein-Westfalen gewähren derzeit rund einhundert Flüchtlingen Kirchenasyl, um sie vor der Abschiebung zu schützen. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, befinden sich derzeit mindestens 98 Asylbewerber in der Obhut der Kirchen, bei der Evangelischen Kirche im Rheinland ist der Andrang mit 66 Flüchtlingen besonders hoch.

Sonntag, 27.08.2017, 09:08 Uhr

NRW-Kirchengemeinden gewähren rund einhundert Flüchtlingen Kirchenasyl.
NRW-Kirchengemeinden gewähren rund einhundert Flüchtlingen Kirchenasyl. Foto: Axel Heimken

«Seit 2015 haben sich die Zahlen mehr als verdoppelt», sagte ein Sprecher der rheinischen Kirche. Gründe für die steigenden Fallzahlen seien unter anderem eine immer striktere Abschiebepolitik sowie die prekäre Situation in anderen EU-Staaten wie Italien, Ungarn oder Bulgarien.

Auch im Bistum Paderborn lässt sich nach Auskunft der Kirche in diesem Jahr ein Anstieg bei den Asylfällen feststellen. Je nach Kirchengemeinde und Region sind die Unterschiede in NRW allerdings erheblich. So befindet sich im Bistum Essen derzeit niemand im Kirchenasyl, im Bistum Aachen ist es nur ein Asylbewerber. Bundesweit zählt die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft «Asyl in der Kirche» aktuell 351 Fälle mit 551 Asylbewerbern.

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