Agrar
Bauern in NRW fahren mäßige Getreideernte ein

Erkelenz (dpa) - Nach schlechten Obsternten haben die Landwirte in Nordrhein-Westfalen eine mäßige Getreideernte eingefahren. Nach Angaben des NRW-Landwirtschaftsministeriums von Freitag lag die Getreideernte wegen der Wetterkapriolen rund 2,5 Prozent unter dem Vorjahres-Ergebnis. Die Erträge seien wegen der ungleichen Verteilung der Niederschläge regional stark unterschiedlich gewesen, sagte NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking (CDU) am Freitag in Erkelenz laut Mitteilung. In der Haupt-Wachstumszeit im Mai sei es ungewöhnlich heiß und trocken gewesen.

Freitag, 08.09.2017, 14:09 Uhr

NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking (CDU).
NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking (CDU). Foto: Federico Gambarini

Das Wetter hatte schon beim Obst nicht mitgespielt. Der Erdbeerertrag lag nach Angaben des Ministeriums bis zu einem Viertel unter dem des Vorjahres. Für die Apfelernte werde wegen des Frosts zur Blütezeit ein Einbruch von 50 Prozent erwartet. Große Schäden zeichneten sich auch bei Birnen, Pflaumen und Kirschen ab.

Das Landwirtschaftsministerium hat die Wetterlage im April den Angaben nach als außergewöhnliches Naturereignis eingestuft. Die Ministerin will finanzielle Hilfen beim Bund erwirken. Bei der nächsten Agrarministerkonferenz werde sie NRW einen entsprechenden Antrag anschließen. Bei dem länderübergreifenden Wetterereignis sei es angebracht, dass sich der Bund einbringe.

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