Prozesse
Viereinhalb Jahre Haft für Busentführung im Weserbergland

Paderborn (dpa/lnw) - Für die Entführung eines Kleinbusses hat das Landgericht Paderbon einen 46-Jährigen zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Richter sprachen den Mann aus Höxter am Dienstag der Geiselnahme schuldig. Damit blieb das Gericht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die fünf Jahre Haft beantragt hatte. Der alkohol- und drogenabhängige Mann hatte im März 2017 einen Linienbus entführt und den Fahrer mit einem Messer bedroht.

Dienstag, 17.10.2017, 13:10 Uhr

Auf einem Tisch liegt ein Richterhammer aus Holz.
Auf einem Tisch liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck

Bei der anschließenden dreistündigen Irrfahrt durch das Weserbergland in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatte er sich mit der Polizei ein Katz-und-Maus-Spiel geliefert. Zeitweise verfolgten 40 Streifenwagen den Bus. Nicht endgültig geklärt werden konnte im Prozess das Motiv für die Tat. Nach Zeugenaussagen wollte er Kontakt zu seiner Ex-Freundin oder seinem Sohn erzwingen.

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