Kriminalität
Kraftwerks-Blockade: Haftrichter lässt drei Aktivisten frei

Aachen (dpa/lnw) - Einen Tag nach der Blockade-Aktion im RWE-Braunkohlekraftwerk Weisweiler hat der Haftrichter drei Aktivisten freigelassen. Sie sollen sich an Bandanlagen gekettet und damit das Kraftwerk über Stunden vom Nachschub abgeschnitten haben. Nachdem die drei Tatverdächtigen ihre Identität belegt hätten, seien sie freigelassen worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Gegen sie wird wegen Störung öffentlicher Betriebe ermittelt und wegen Hausfriedensbruchs.

Donnerstag, 16.11.2017, 17:11 Uhr

Einsatzfahrzeuge der Polizei fahren zum Braunkohlekraftwerk Weisweiler.
Einsatzfahrzeuge der Polizei fahren zum Braunkohlekraftwerk Weisweiler. Foto: Ralf Roeger

Mit ihrer Blockade-Aktion hatten insgesamt 13 Aktivisten das Kraftwerk bei Aachen über Stunden vom Kohlenachschub abgeschnitten. RWE musste drei von vier Blöcken stundenlang vom Netz nehmen. Nach Angaben des Energiekonzerns war es dadurch aber nicht zu Schwierigkeiten in der Stromversorgung gekommen.

Die Personalien der anderen zehn Aktivisten sind den Angaben nach noch nicht ermittelt worden. Von den Männern und Frauen wurden laut Staatsanwaltschaft Bilder gemacht und von einigen auch Fingerabdrücke genommen. «Zum Teil war es aber auch so, dass die Fingerkuppen - wie das aus zahlreichen anderen Fällen bekannt ist - manipuliert wurden», sagte Staatsanwalt Jost Schützeberg. So seien die Finger etwa mit Bitumen manipuliert worden. Bei diesen Personen sei die Abnahme von Fingerabdrücken nicht möglich gewesen.

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