Denkmäler
Kaiser-Denkmal in Wesel wird nach langem Streit gezeigt

Wesel (dpa/lnw) - Nach jahrelangem Streit stellt die Stadt Wesel am Niederrhein ein 1946 stark beschädigtes Denkmal des ersten deutschen Kaisers nach der Reichsgründung, Wilhelm I. (1797-1888), wieder öffentlich aus. An der Präsentation hatte es heftige Kritik gegeben, weil Wilhelm für Kriege Preußen-Deutschlands gegen Dänemark, Österreich und Frankreich und im Inneren zum Beispiel für die Sozialistengesetze verantwortlich gemacht wird. «Dem Militär stand Wilhelm I. immer nahe, der Demokratie stets denkbar fern», urteilt etwa der Düsseldorfer Historiker Prof. Christoph Nonn.

Donnerstag, 15.02.2018, 06:02 Uhr

Die aus weißem Marmor gefertigte Kaiser Wilhelm I. Statue in einer Werkstatt.
Die aus weißem Marmor gefertigte Kaiser Wilhelm I. Statue in einer Werkstatt. Foto: Roland Weihrauch

Weseler Bürger hatten sich dagegen für die Kaiserfigur eingesetzt und einen Freundeskreis gegründet. Sie wollen rund 30 000 Euro für die Präsentation bei Spendern sammeln, wie einer der Initiatoren, der Bauunternehmer Ernst Joachim Trapp, sagte. Das Denkmal war 1946 vom Sockel gestürzt worden, in zwei Teile zerbrochen und seitdem eingelagert worden. Weseler Bürger hatten 1907 bereits die ursprüngliche Fertigung und die Aufstellung des Denkmals aus Spenden finanziert. Sie verweisen auf Verdienste des Kaisers aus ihrer Sicht. Als Kompromiss wird das Denkmal vom 13. April an nicht mehr wie früher am Bahnhof, sondern an einem weniger frequentierten Platz am Preußen-Museum und liegend statt auf einem Sockel stehend aufgestellt.

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