Prozesse
Prozess gegen mutmaßliche IS-Terrorhelfer gestartet

In Düsseldorf sitzen zwei mutmaßliche IS-Terrorhelfer auf der Anklagebank des Oberlandesgerichts. Sie sollen einen mutmaßlichen österreichischen IS-Terroristen bei dessen Terrorplänen unterstützt haben.

Donnerstag, 22.02.2018, 13:02 Uhr

Das Oberlandesgericht Düsseldorf.
Das Oberlandesgericht Düsseldorf. Foto: Roland Weihrauch

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Prozess gegen zwei junge mutmaßliche Helfer der Terrormiliz islamischer Staat in Düsseldorf findet komplett hinter geschlossenen Türen statt. Das Gericht folgte am Donnerstag dem Antrag, die Öffentlichkeit wegen des jungen Alters der Angeklagten von der Verhandlung und der Urteilsverkündung auszuschließen.

Ein 22-Jähriger aus Neuss soll einen in Österreich in Haft sitzenden 18-jährigen mutmaßlichen IS-Terroristen bei dessen Planung eines Terroranschlags auf die US-Militärbasis in Ramstein unterstützt haben. Beide sollen als Test einen Sprengsatz in einem Park in Neuss gezündet haben.

Die zweite Angeklagte, eine 17-Jährige, soll nach islamischem Recht mit dem mutmaßlichen österreichischen IS-Terroristen verheiratet gewesen sein. Mit dem Verkauf ihres Handys soll sie Geld beschafft haben, um Bauteile für den geplanten Sprengsatz zu kaufen. Ihr Anwalt kündigte bereits an, dass die Jugendliche dies einräumen wird.

Der Prozess findet im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts statt. 22 weitere Verhandlungstage sind geplant.

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