Bahnverkehr
Abmahnung hat gewirkt: Eurobahn ist besser geworden

Unna -

 Einerseits Anerkennung fürs Bemühen um Besserung. Andererseits aber nach wie vor Unzufriedenheit mit dem Ist-Zustand: Zwei Monate nach der Abmahnung der Eurobahn für Zugausfälle, Verspätungen und eine miserable Fahrgastinformation hat der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) als Auftraggeber am Donnerstag in Unna Bilanz gezogen. Zufrieden geht anders.

Donnerstag, 12.04.2018, 20:20 Uhr

Der Grenzverkehr der Eurobahn klappt nach wie vor nicht.
Der Grenzverkehr der Eurobahn klappt nach wie vor nicht. Foto: Gunnar A. Pier

Die Folge: ein Antrag der Grünen in der Verbandsversammlung. Gerhard Joksch aus Münster forderte „eine weitere Abmahnung der Eu­robahn wegen anhaltender Kapazitätseinschränkungen“.

Dem wollten SPD und CDU zwar aktuell nicht folgen, behielten sich diesen Schritt aber ausdrücklich vor. Für den Vorsitzenden Frank Beckehoff, Landrat im Kreis Olpe, bleibt die Eurobahn „ein Patient auf der Intensivstation“. Generell aber sei festzustellen, dass sich das Unternehmen in puncto Zugausfälle, Fahrgastinformation, Verspätungen und Entsch ädigung von Fahrgästen verbessert habe.

Ende 2017 hatte die Tochter des französischen Keolis- Konzerns das Teutoburger- Wald-Netz übernommen – und patzte. Nach einem regelrechten Shitstorm zog der NWL die Reißleine, setzte eine Frist bis Ende März und mahnte ab. Sorgenkind ist und bleibt die RB 61 von Bielefeld nach Hengelo. Die neuen Eurobahn-Züge kommen mit den unterschiedlichen Stromsystemen nach wie vor nicht klar. „Hier bin ich nicht ganz zuversichtlich“, erklärte die Deutschland-Chefin von Keolis , Magali Euverte. Generell aber gelte: „Wir wollen als zuverlässiger Partner dastehen.“

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