Extremismus
19-Jähriger nach angedrohter Gewalttat in Langzeitgewahrsam

Hannover/Bielefeld (dpa) - Nach der Festnahme eines jungen Mannes in Hannover wegen einer angedrohten Gewalttat sind die Hintergründe nach wie vor unklar. Der 19-Jährige aus Bielefeld soll nun bis zu zehn Tage im Polizeigewahrsam bleiben, damit die Ermittler sein Umfeld sowie den Sachverhalt weiter erhellen können, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Auf Antrag der Polizei ordnete das Amtsgericht einen Langzeitgewahrsam gegen den jungen Mann an. Der Verdacht, dass er eine Gewalttat geplant haben soll, könne derzeit weder abschließend ausgeräumt, noch weiter erhärtet werden, erklärte die Polizei.

Donnerstag, 24.05.2018, 17:54 Uhr

Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzwagens der Polizei.
Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzwagens der Polizei. Foto: Patrick Pleul

Spezialkräfte hatten den aus Jordanien stammenden Deutschen am Vortag in Hannover festgesetzt. Zuvor hatten Familienmitglieder der Polizei in Bielefeld berichtet, er habe ihnen von seiner Radikalisierung und einer nicht näher konkretisierten Gewalttat berichtet. Ob der festgesetzte Mann im Polizeigewahrsam etwas zu den Vorwürfen gesagt hat, wollte die Polizei nicht sagen.

Der junge Mann hatte bis Ende April eine Haftstrafe verbüßt. Zwei vorübergehend festgesetzte Begleiter des 19-Jährigen kamen bereits am Mittwochabend wieder frei. Gegen Sie hatten sich keinerlei Verdachtsmomente ergeben.

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