Prozesse
Junger Mann bei Abschiebung ausgerastet: Verschwunden

Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein 19-jähriger Westafrikaner soll seinen Abschiebe-Flug durch Würgen eines anderen Passagiers verhindert haben - und ist danach offenbar verschwunden. Trotz gefesselter Hände und Begleitung von zwei Polizisten sei der 19-Jährige im Flugzeug plötzlich aufgesprungen und habe den Reisenden vor ihm leicht verletzt, heißt es in der Anklage wegen Körperverletzung. Die für diesen Donnerstag angesetzte Verhandlung vor dem Düsseldorfer Amtsgericht wurde aber aufgehoben, weil der Beschuldigte nicht mehr auffindbar ist. Daher habe er nicht geladen werden können, sagte eine Gerichtssprecherin.

Donnerstag, 12.07.2018, 14:13 Uhr

Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei.
Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei. Foto: Stefan Puchner

Im Flugzeug soll der junge Mann aus Guinea demnach gegen die beiden Polizisten heftigen Widerstand geleistet haben. Er habe versucht, sie zu schlagen, zu treten und zu beißen. Deshalb hatte der Pilot entschieden, den 19-Jährigen nicht mitzunehmen. Nach dem Vorfall blieb dieser aber auf freiem Fuß: Für einen Untersuchungs-Haftbefehl habe der Vorwurf nicht gereicht, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zumal es sich um einen Heranwachsenden handele, für den Jugendstrafrecht gelte. Das wäre unverhältnismäßig gewesen.

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