Geschichte
Gladbecker Geiseldrama: Laschet und Sieling gedenken Opfer

Heiligenrode (dpa/lni) - 30 Jahre nach dem Geiseldrama von Gladbeck haben Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Bremens Regierungschef Carsten Sieling (SPD) mit einer Kranzniederlegung der Opfer des Verbrechens gedacht. Gemeinsam mit Niedersachsens Europaministerin Birgit Honé (SPD) besuchten sie im niedersächsischen Heiligenrode das Grab von Silke Bischoff, die damals im Alter von 18 Jahren von einem der beiden Geiselnehmer erschossen wurde. Auch die Mutter des Opfers war am Donnerstag anwesend.

Donnerstag, 16.08.2018, 17:42 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 16.08.2018, 17:32 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 16.08.2018, 17:42 Uhr
Das Grab der getöteten Silke Bischoff auf dem Friedhof in Heiligenrode.
Das Grab der getöteten Silke Bischoff auf dem Friedhof in Heiligenrode. Foto: Carmen Jaspersen

«Die 54 Stunden des Geiseldramas von Gladbeck stehen wie kein anderes Ereignis der Geschichte der Bundesrepublik für Grenzüberschreitungen durch Medien gepaart mit Fehlern von Menschen und staatlichen Behörden beim Umgang mit einem Verbrechen», sagte Laschet.

Am 16. August 1988 hatten Dieter Degowski und Hans-Jürgen Rösner in Gladbeck (Nordrhein-Westfalen) eine Bankfiliale überfallen und Geiseln genommen. Anschließend flohen sie quer durch Deutschland - live verfolgt von Fernsehen und Radio. In Bremen kaperten sie damals einen Linienbus. Sie erschossen auch den 15-jährigen Italiener Emanuele de Georgi. Ein Bremer Polizist starb bei dem Einsatz bei einem Verkehrsunfall.

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