Regierung
Laschet will Schulbücher auf Antisemitismus prüfen lassen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will die Schulbücher im Land auf Antisemitismus überprüfen lassen. «Wir sind gut beraten, die Kritik an den deutschen Schulbüchern ernst zu nehmen. Bei dem nächsten Treffen des Kabinetts mit den jüdischen Landesverbänden möchte ich die Überarbeitung der Schulbücher auf die Tagesordnung setzen», sagte Laschet in einem gemeinsamen Interview von «Kölner Stadt-Anzeiger» und der israelischen Zeitung «Haaretz» (Montag). Das gelte für die Bücher aller Schulformen. «Antisemitismus ist nicht auf bestimmte Bildungsschichten beschränkt.»

Montag, 03.09.2018, 10:52 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 03.09.2018, 10:45 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 03.09.2018, 10:52 Uhr
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht bei der Landespressekonferenz.
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht bei der Landespressekonferenz. Foto: Rolf Vennenbernd

Laschet reagierte damit auf Kritik des Zentralrats der Juden an deutschen Schulbüchern. Präsident Josef Schuster hatte bemängelt, Bücher mit antisemitischen Vorurteilen blieben trotz Korrektur der entsprechenden Texte noch lange im Umlauf. «Selbst wenn inzwischen neue und verbesserte Auflagen produziert wurden, finden sich die alten Schulbücher oft noch viele Jahre in den Schulen und werden weiter benutzt», hatte Schuster im Interview der Deutschen Presse-Agentur erklärt.

Laschet reist am Dienstag zu politischen Gesprächen nach Israel.

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