Energie
Räumung in Hambach geht weiter: Kraftwerksbagger besetzt

Kerpen (dpa) - Die Polizei hat am Samstag den dritten Tag in Folge die Räumung von Baumhäusern der Braunkohlegegner im Hambacher Forst fortgesetzt. Seit dem Morgen werde die Räumung einer weiteren «Siedlung» mit dem Namen «Gallien» vorbereitet, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Mitarbeiter des Bauordnungsamtes hätten die Aktivisten mit Lautsprechern aufgefordert, die Baumhäuser binnen 30 Minuten zu verlassen.

Samstag, 15.09.2018, 10:42 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 15.09.2018, 10:29 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 15.09.2018, 10:42 Uhr
Aktivisten hängen an einer Anlage auf dem Gelände des Braunkohlekraftwerks Niederaußem.
Aktivisten hängen an einer Anlage auf dem Gelände des Braunkohlekraftwerks Niederaußem. Foto: Henning Kaiser

Unterdessen besetzten nach Angaben der Polizei Aachen neun Aktivisten drei Bagger im Braunkohlekraftwerk Niederaußem in der Nähe des Hambacher Forstes. Die Polizei zog dort Einsatzkräfte zusammen. Die Braunkohlegegner sprachen von 20 Aktivisten in Niederaußem. Der Energiekonzern RWE plant im Herbst den Wald für den Braunkohleabbau abzuholzen.

Am Freitag hatte die Polizei begonnen, die Baumhaussiedlung «Oaktown» im Hambacher Forst zu räumen. Zwei Häuser seien inzwischen leer, sagte der Polizeisprecher. Die Räumung von «Oaktown» zieht sich allerdings hin, da es Hinweise gebe, dass sich Aktivisten in Erdlöchern verschanzt hätten, hieß es.

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