Kirche
NRW-Bistümer nehmen zu Missbrauchsstudie Stellung

An diesem Dienstag veröffentlicht die Deutsche Bischofskonferenz eine in ihrem Auftrag erstellte Studie zum Umgang der katholischen Kirche mit sexuellem Missbrauch. Noch am Nachmittag wollen die NRW-Bistümer darauf reagieren.

Dienstag, 25.09.2018, 01:42 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 25.09.2018, 01:33 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 25.09.2018, 01:42 Uhr

Köln (dpa) - Die katholischen Bistümer in Nordrhein-Westfalen wollen heute auf die zuvor in Fulda vorgestellte Studie zum Umgang der katholischen Kirche mit sexuellem Missbrauch reagieren. Dazu sind Pressekonferenzen in den Bistümern Paderborn, Münster, Essen, Köln und Aachen angekündigt. Nach den bisher bekannt gewordenen Ergebnissen kommen die Autoren der Studie zu dem Schluss, dass Missbrauch in der Kirche über Jahrzehnte hinweg weit verbreitet war, teilweise vertuscht wurde und immer noch vorkommt.

Der Kölner Kardinal Rainer Woelki hat am Wochenende bereits eine eigene unabhängige Untersuchung zum Umgang seines Bistums mit sexuellem Missbrauch angekündigt. Sie solle noch tiefer gehen als die Studie der Deutschen Bischofskonferenz. Auch der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hat sich in einem Brief an alle Gemeinden seines Bistums bereits geäußert. Er schließe für die Zukunft auch grundsätzliche Veränderungen in der Struktur der Kirche nicht aus, teilte er mit. Dazu gehörten «vor allem auch die alarmierenden Hinweise, dass einige Vorstellungen und Aspekte unserer katholischen Sexualmoral sowie manche Macht- und Hierarchiestrukturen sexuellen Missbrauch begünstigt haben und immer noch begünstigen», stellte Overbeck klar.

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