Industrie
Thyssenkrupp-Aufsichtsrat berät über Konzernumbau

Mit seinem Plan zur Aufspaltung von Thyssenkrupp hat Interimschef Guido Kerkhoff für Aufsehen gesorgt. Er muss auch den Aufsichtsrat überzeugen. Mächtige Großaktionäre wie die Krupp-Stiftung oder Cevian haben bereits im Vorfeld der Sitzung Zustimmung signalisiert.

Sonntag, 30.09.2018, 02:02 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 30.09.2018, 01:52 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 30.09.2018, 02:02 Uhr
Industrie: Thyssenkrupp-Aufsichtsrat berät über Konzernumbau
Foto: Patrick Seeger

Essen (dpa) - Die Pläne zur Aufspaltung des Industriekonzerns Thyssenkrupp werden heute vom Aufsichtsrat des Unternehmens beraten. Nach dem Willen von Thyssenkrupp-Interimschef Guido Kerkhoff soll der kriselnde Konzern grundlegend umgebaut werden. Dazu hat der Manager die Aufspaltung in zwei selbstständige Gesellschaften vorgeschlagen. Beide Unternehmen sollen ihren Sitz in Essen haben und an der Börse notiert sein. Einen zusätzlichen Personalabbau über die bereits bekannten Kürzungen hinaus soll es nicht geben.

Der Vorstand will dem nach zwei Rücktritten auf der Kapitalseite derzeit nur acht Köpfe zählenden Aufsichtsrat das Konzept auf der Sitzung vorschlagen. Die endgültige Entscheidung soll jedoch eine Hauptversammlung voraussichtlich erst im Jahr 2020 treffen. Die beiden Thyssenkrupp-Großaktionäre, die Essener Krupp-Stiftung und der schwedische Fonds Cevian, hatten bereits Zustimmung signalisiert.

Auf der einen Seite soll die «Thyssenkrupp Materials AG» unter anderem den 50-Prozent-Anteil aus dem fusionierten Stahlgeschäft mit dem indischen Partner Tata enthalten. Hinzu kommen der Handel mit Werkstoffen sowie der Marineschiffbau. Im zweiten Unternehmen «Thyssenkrupp Industrials AG» soll etwa das Geschäft mit Aufzügen oder Zulieferungen für die Autoindustrie gebündelt werden.

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