Industrie
Laschet: Thyssenkrupp-Aufspaltung ein gutes Konzept

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bewertet die geplante Aufspaltung des kriselnden Industriekonzerns Thyssenkrupp als positiv. «Wochenlange intensive Gespräche haben ein gutes Konzept ermöglicht, dass Thyssenkrupp eine industrielle Zukunft ermöglich», sagte Laschet der «Rheinischen Post» (Montag). «Ich begrüße, dass vor allem Arbeitnehmervertreter und Anteilseigner gemeinsam den Weg gehen wollen für eine industriepolitische Lösung, die dauerhaft die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sichern kann.» Das entspreche der Tradition verantwortungsvoller Sozialpartnerschaft.

Sonntag, 30.09.2018, 20:42 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 30.09.2018, 20:28 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 30.09.2018, 20:42 Uhr
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini

Laschet mahnte aber auch den Erhalt der Arbeitsplätze an. Die Unternehmensführung müsse betonen, dass durch die Spaltung keine Arbeitsplätze gefährdet seien.

Nach langer Suche hatte sich der Aufsichtsrat am Sonntag für Guido Kerkhoff als neuen Vorstandschef entschieden. Gleichzeitig stimmten die Kontrolleure für das von Kerkhoff vorgelegte Konzept zum Umbau des Ruhrkonzerns. Die endgültige Entscheidung soll jedoch eine Hauptversammlung voraussichtlich erst im Jahr 2020 treffen. Nach den Plänen von Kerkhoff soll Thyssenkrupp in zwei selbstständige Gesellschaften aufgespalten werden. Beide Unternehmen sollen ihren Sitz in Essen haben und an der Börse notiert sein. Einen zusätzlichen Personalabbau über die bereits bekannten Kürzungen in der Verwaltung hinaus soll es nicht geben.

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