Energie
Polizei wahrscheinlich auch nach Räumung im Hambacher Forst

Kerpen (dpa/lnw) - Die Polizei wird wohl auch nach dem Abschluss der Baumhaus-Räumungen im Hambacher Forst weiter vor Ort sein. «Dass es dann weiter eine Polizeipräsenz geben wird, diese Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch», sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Man könne nicht davon ausgehen, dass mit Abschluss der Räumung absolute Ruhe herrsche. Die Zahl der Einsatzkräfte werde dann aber so weit wie möglich reduziert.

Dienstag, 02.10.2018, 12:12 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 02.10.2018, 12:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 02.10.2018, 12:12 Uhr
Polizisten stehen vor einem Baumhaus im Hambacher Forst.
Polizisten stehen vor einem Baumhaus im Hambacher Forst. Foto: David Young

Wann die am 13. September begonnene Räumung von Hütten und Plattformen in den Bäumen für beendet erklärt werde, hänge nicht von der Polizei, sondern von den Baubehörden ab. Sie verwies darauf, dass die Polizei Vollzugshilfe leiste. Am Dienstagmorgen stand zunächst nur die Räumung einer Plattform an.

Das nordrhein-westfälische Bauministerium hatte den Kreis Düren und die Stadt Kerpen angewiesen, die Baumhäuser aus Sicherheitsgründen unverzüglich zu räumen.

Der Energiekonzern will einen großen Teil des verbliebenen uralten Waldes für den Braunkohletagebau Hambach roden. Eigentlich hätte RWE schon ab dem 1. Oktober mit dem Abholzen beginnen können. Aber wegen einer noch ausstehenden Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster zur Rechtmäßigkeit der Rodungen hatte der Konzern eine Stillhaltezusage bis längstens 14. Oktober abgegeben.

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