Prozesse
Ungewöhnlich lange Jugendhaft für brutalen Mord an Tuana

Der Körper der kleinen Tuana war übersät mit Spuren von Gewalt. Die letzten Stunden vor ihrem Tod waren ein Martyrium, sagt der Staatsanwalt. Für ihren Mörder ging das Gericht über die Jugend-Höchststrafe von zehn Jahren hinaus.

Freitag, 12.10.2018, 19:22 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.10.2018, 19:13 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 12.10.2018, 19:22 Uhr
Ein Polizeifahrzeug steht vor dem Landgericht in Wuppertal.
Ein Polizeifahrzeug steht vor dem Landgericht in Wuppertal. Foto: Jan-Philipp Strobel

Wuppertal (dpa/lnw) - Für den brutalen Mord an einem zweijährigen Mädchen hat das Wuppertaler Landgericht einen 19-Jährigen zu einer ungewöhnlich langen Jugendstrafe von 13 Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die deutsche Mutter der kleinen Tuana muss für drei Jahre und sechs Monate in den Erwachsenenvollzug ins Gefängnis. Sie habe teilnahmslos verfolgt, wie ihr Lebensgefährte das Kind gequält und malträtiert habe, warf der Vorsitzende Richter der Mutter am Freitag vor.

Beim Strafmaß für den 19-jährigen Italiener folgte das Gericht dem Wunsch der Staatsanwaltschaft, wegen der Grausamkeit der Tat und der besonderen Schwere der Schuld über die eigentliche Höchststrafe von zehn Jahren im Jugendstrafrecht hinausgehen. Das Martyrium des kleinen Mädchens hatte im vergangenen Januar in Solingen stattgefunden.

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