Energie
Wandel im rheinischen Revier hat begonnen: Viele neue Jobs

Eschweiler (dpa) - Während die Kohlekommission noch an einem Konzept für den Kohleausstieg arbeitet, stellt das Rheinische Braunkohlerevier bereits die Weichen zum Strukturwandel: Ein halbes Jahr nach dem ersten Spatenstich wird ein Gewerbegebiet am Kohlekraftwerk Weisweiler erweitert, teilte RWE-Power am Montag mit. Das Gewerbegebiet liegt in der Nähe des Braunkohletagebaus Inden, der 2030 schließt.

Montag, 19.11.2018, 14:42 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 19.11.2018, 14:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 19.11.2018, 14:42 Uhr
Hinter einem Braunkohlebagger am Rande des Hambacher Forstes, steigt Dampf aus dem RWE Kratfwerk Weisweiler.
Hinter einem Braunkohlebagger am Rande des Hambacher Forstes, steigt Dampf aus dem RWE Kratfwerk Weisweiler. Foto: Oliver Berg

Das bisher ausgewiesene Gewerbeareal von rund 30 Hektar ist laut RWE schon fast vollständig vergeben. Allein durch die Ansiedlung eines Computerspezialisten, eines Kosmetik- und eines Speditionsunternehmens entstünden jetzt schon über 500 neue Arbeitsplätze. Nach der Erweiterung um 15 Hektar solle die Zahl bis 2027 auf 700 steigen.

«Wir bereiten uns auf das Jahr 2030 vor, wenn der Tagebau Inden ausgekohlt ist und dann der Kraftwerksstandort Weisweiler schließt», sagte ein Sprecher der Stadt Eschweiler. Damit fallen den Angaben nach 1000 Arbeitsplätze weg. Die Entwicklung in Eschweiler sei ein gutes Beispiel für erfolgreichen Strukturwandel im Rheinischen Revier, stellte RWE Power fest.

Die von der Regierung eingesetzte Kohlekommission will noch Ende November ein Konzept für den Kohleausstieg vorlegen. Als denkbar gilt für das Enddatum des Kohleausstiegs ein Korridor zwischen 2035 und 2038. Den Umweltverbänden wäre das zu spät, den Wirtschafts- und Arbeitnehmervertretern zu früh.

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