Kirche
Landeskirche fordert Familiennachzug von Flüchtlingen

Bielefeld (dpa/lnw) - Die Leitung der Landeskirche von Westfalen will die Chancen von Zuwanderung für die Gesellschaft stärker betonen. «Migranten werden unsere Gesellschaft bereichern», sagte Präses Annette Kurschus zum Ende der diesjährigen Landessynode am Mittwoch. Eine durchmischte, bunte Kirche werde immer mehr zur Realität.

Mittwoch, 21.11.2018, 15:55 Uhr aktualisiert: 21.11.2018, 16:02 Uhr

Die Synode setzt sich für den Familiennachzug von Flüchtlingen ein und fordert, Asylbewerber nicht länger als drei Monate in den großen Landeseinrichtungen unterzubringen. Im Mittelpunkt des Jahrestreffens des Kirchenparlamentes in Bielefeld stand ein umfangreiches Impulspapier zum Thema Migration. Mit dem darin formulierten Aufruf zur Offenheit gegenüber Fremden will die Kirchenleitung in den Gemeinden im kommenden Jahr eine breite Diskussion anstoßen.

«Zugewanderte Menschen sind nicht nur Objekte staatlicher Fürsorge, sondern selbstbewusste Subjekte des gesellschaftlichen Wandels», betonen die Autoren des Papiers. Die 202 Synodenmitglieder des Kirchenparlaments vertreten rund 2,2 Millionen evangelische Christen aus 490 Kirchengemeinden und 28 Kirchenkreisen aus den Regierungsbezirken Münster, Arnsberg und Detmold.

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