Der Aufschlag der Airports
Flughäfen in NRW wollen künftig zusammenarbeiten

Düsseldorf -

Reine Konkurrenz war gestern, ab morgen lautet die Devise: mehr Kooperation. Die NRW-Flughäfen wollen künftig enger zusammenarbeiten. Diesen Pa­radigmenwechsel haben die sechs Flughafen-Chefs während einer IHK-Tagung in Düsseldorf erstmals öffentlich gemacht.

Mittwoch, 05.12.2018, 20:28 Uhr aktualisiert: 05.12.2018, 21:05 Uhr
Der Aufschlag der Airports  : Flughäfen in NRW wollen künftig zusammenarbeiten
Foto: dpa

Fliegen ist alltäglich geworden, die Fluggastzahlen steigen kräftig – und werden weiter steigen. 43,2 Millionen Passagiere zählten allein die NRW-Airports 2017. Das war ein Plus von fast fünf Prozent im Vergleich zum Jahr davor. Bis 2030 sagen Experten ein Wachstum von mehr als 65 Prozent voraus.

Eine steigende Nachfrage bei dezentralen Strukturen, da liegt ein abgestimmtes Vorgehen nahe. Zumal die beiden großen Airports Düsseldorf und Köln/Bonn längst an ihren Grenzen angelangt sind, während die kleineren Flughäfen Münster/Osnabrück ( FMO), Dortmund, Paderborn/Lippstadt sowie Weeze durchaus noch über Kapazitäten verfügen. „Weiteres Wachstum ist bei uns ausgeschlossen“, betonten die Geschäftsführer der Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn, Thomas Schnalke und Johan Vanneste. Darum gel­te es, „die vorhandene ­In­fra­struk­tur geschickter zu nutzen“, ergänzte FMO-Chef Rainer Schwarz. Wie Verkehre und Fluggäste in Zukunft anders verteilt werden sollen, ist noch offen.

Alle Ziele ab FMO

1/19
  • Mit dem Flugzeugs Münsters ungemütlichem Wetter entkommen: Im Winter 2018 / 2019 bietet der FMO 18 Ziele an.

    Foto: FMO
  • Agadir: Marokkanischen Minztee dürfen Germania-Passagiere mit Reiseziel Marokko nun am Stand von Agadir schlürfen.

    Foto: Manuel Meyer
  • Antalya: Mindestens einmal täglich geht es mit Sun Express in die Sonne der türkischen Stadt.

    Foto: Marius Becker/dpa
  • Faro: Germania steuert die portugiesische Stadt donnerstags an.

    Foto: dpa
  • Frankfurt: Die Lufthansa fliegt viermal täglich (dreimal täglich samstags) zum Umsteigeklassiker Frankfurt.

    Foto: Boris Roessler/dpa
  • Fuerteventura: Zweimal die Woche - montags und samstags - fliegt Germania nach Fuerteventura.

    Foto: dpa
  • Madeira: Ein Mal in der Woche fliegt Germanwings seine Passagiere nun in Ronaldos schöne Heimat.

    Foto: dpa
  • Gran Canaria: Nach Gran Canaria geht es mittwochs und sonntags, auch mit Germania.

    Foto: dpa
  • Heraklion: Der Flughafen Heraklion auf Kreta wird Zwei Mal pro Woche von Germanwings angeflogen.

    Foto: dpa
  • Hurghada: Germania und Fly-Egypt fliegen jeweils einmal wöchentlich den ägyptischen Badeort Hurghada an.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Istanbul: Auch neu auf dem Flugplan steht die türkische Metropole Istanbul mit der beeindruckenden Hagia Sophia.

    Foto: Philipp Laage
  • Lanzarote: Ab dem 7.11. fliegt Germania jeden Dienstag nach Lanzarote.

    Foto: dpa
  • Malaga: Die spanische Stadt wird regelmäßig von Germania angeflogen.

    Foto: dpa
  • München: Rund 30 Mal pro Woche steuert Lufthansa München an - mit mehreren Flügen täglich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Mallorca: Gleich drei Fluganbieter sind auf der Strecke in den beliebten Urlaubsort Mallora unterwegs: Germania, Niki und Eurowings. Bis auf dienstags gibt es mindestens einen Flug täglich.

    Foto: dpa
  • Salzburg: Neu auf dem Flugplan steht die österreichische Stadt Salzburg: Seit 1997 ist der historische Kern der Stadt UNESCO Weltkulturerbe.

    Foto: dpa
  • Stuttgart: AIS Airlines verbindet den FMO mit Stuttgart. Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag gibt es zwei Flüge, freitags einen.

    Foto: Christoph Schmidt/dpa
  • Teneriffa: Jeden Freitag fliegt Germania auf die Kanaren-Insel.

    Foto: Ina Brzoska/dpa
  • Thessaloniki: Germanwings bringt seine Passagiere jeden Freitag in die nordgriechische Stadt an der Küste.

    Foto: Anja und Andree Henschen

Die schwarz-gelbe Landesregierung sieht den Luftverkehr neben Straßen, Schienen und Wasserwegen als wichtigen Infrastruk­turfaktor an. „Business-Flüge zu haben, ist nicht nice to have, sondern eine Voraussetzung für den Wirt schaftsraum NRW“, betonte NRW-Ver kehrsminister Hen­drik Wüst (CDU). Darum un­terstützt das Land auch den Aufschlag der Airports.

Erster Schritt: Die Flughafenchefs fordern eine bessere verkehrliche Verknüpfung. „Das Ziel muss sein, un­sere Airports so zu vernetzen, dass es egal ist, wo die Menschen starten und landen“, sagte der Geschäftsführer des Dortmunder Flughafens, Udo Mager. Wichtig hier: die Anbindung ans Schienennetz.

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