Kommunen
Iserlohn will Selbstfahrerbusse zum FH-Campus: Förderantrag

Iserlohn (dpa/lnw) - Die Stadt Iserlohn will bis 2020 Elektrobusse für die Linie zum Hochschulcampus, die auf längere Sicht möglichst autonom fahren sollen. Zusammen mit den Stadtwerken, der Fachhochschule Südwestfalen und der Märkischer Verkehrsgesellschaft habe man einen entsprechenden Förderantrag auf den Weg gebracht, sagte Christian Eichhorn von der Stadt am Freitag. Im Verbund mit Stadt und Kreis Soest werde man sich bei dem Projekt «Smart City» bewerben, mit dem das NRW-Wirtschaftsministerium beispielhafte Vorhaben für den Personennahverkehr fördern will. Zuerst hatte die «Westfalenpost» über die Pläne berichtet.

Freitag, 07.12.2018, 15:03 Uhr aktualisiert: 07.12.2018, 15:12 Uhr
Ein Schild «Autonomes Shuttle» weisst auf den Testbetrieb hin.
Ein Schild «Autonomes Shuttle» weisst auf den Testbetrieb hin. Foto: Andreas Arnold

Die Idee nach Worten von Eichhorn: Zwischen Stadtbahnhof und dem Campus der sauerländischen Stadt sollten die kleinen E-Busse «on demand» verkehren, also von Studenten übers Handy vorher geordert werden. Ein Fahrer werde zwar zunächst in der Testphase zur Sicherheit an Bord sein, aber möglichst nicht eingreifen. Die Strecke ist rund 1,3 Kilometer lang.

Das Unternehmen e.Go - eine Ausgründung der RWTH Aachen - habe Prototypen der E-Busse mit zehn bis zwölf Sitzplätzen fertig und visiere eine Produktion ab 2019 an. Für das Projekt werden rund drei Millionen Euro für drei Jahre Laufzeit veranschlagt. Angestrebt seien erst einmal vier E-Busse mit «hochautomatisiertem Selbstfahren», was eine Stufe unter dem vollautonomen Fahren liege.

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