Gesundheit
Düsseldorfer Uniklinik: Mehr Kohlenmonoxid-Vergiftungen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Düsseldorfer Uniklinik hat erneut einen deutlichen Anstieg der Behandlungen wegen Kohlenmonoxid-Vergiftungen verzeichnet. Bis Ende November seien bereits mehr als 180 Menschen in der speziellen Druckkammer behandelt worden. Rund 50 Fälle sind demnach auf das Rauchen von Wasserpfeifen (Shishas) zurückzuführen. Im vergangenen Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt rund etwa Behandlungen, davon 40 durch Shishas, wie ein Kliniksprecher am Freitag erklärte.

Freitag, 07.12.2018, 17:32 Uhr aktualisiert: 07.12.2018, 17:42 Uhr
Ein Rettungswagen fährt an der Zentralen Notaufnahme der Uniklinik Düsseldorf vorbei.
Ein Rettungswagen fährt an der Zentralen Notaufnahme der Uniklinik Düsseldorf vorbei. Foto: Marius Becker

«Kohlenmonoxidvergiftungen sind lebensgefährlich», warnte der leitende Druckkammerarzt der Uniklinik, Sven Dreyer. Die Klinik hatte bereits im vergangenen Jahr von einem sprunghaften Anstieg der Behandlungen in ihrer Druckkammer berichtet.

Das giftige Kohlenmonoxid kann man nicht riechen, sehen oder schmecken. Die frühen Anzeichen einer Vergiftung wie Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen würden beim Shisha-Rauchen oft fälschlich auf einen Rauschzustand durch den Tabak zurückgeführt.

Die Druckkammer in Düsseldorf steht rund fünf Millionen Menschen der Rhein-Ruhr-Region zur Verfügung. Weitere solche Kammern gibt es in NRW in Aachen und Münster. Andere Gefahrenquellen seien defekte Gasthermen oder die Nutzung von Holzkohlegrills in der Wohnung.

Bei der Therapie in der Druckkammer wird mit Überdruck 100 Prozent Sauerstoff verabreicht, um das Kohlenmonoxid aus dem roten Blutfarbstoff und lebenswichtigen Organgeweben zu verdrängen.

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