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Laschet: «Spielereien» in der Koalition müssen enden

Hamburg (dpa/lnw) - Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet sieht die große Aufgabe der neuen CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer in der Befriedung der Konflikte der großen Koalition. Der erste Job der CDU-Bundesvorsitzenden sei es, «in der Koalition jetzt zu guten Ergebnissen zu kommen», sagte er dem WDR am Freitag. Es habe während des ganzen Jahres Konflikte gegeben, die sowohl der CDU als auch der SPD geschadet hätten. Auch mit Blick auf die richtungsweisende Europawahl im kommenden Jahr müssten «solche Spielereien jetzt wirklich ein Ende haben».

Freitag, 07.12.2018, 21:36 Uhr aktualisiert: 07.12.2018, 21:42 Uhr
Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht auf dem CDU-Bundesparteitag.
Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht auf dem CDU-Bundesparteitag. Foto: Christian Charisius

Die Entscheidung zwischen Kramp-Karrenbauer und ihrem Konkurrenten Friedrich Merz sei keine Richtungswahl, sondern eine «Frage des politischen Stils» gewesen, sagte Laschet. Merz sei «von außen, mit ganz anderen Erfahrungen» gekommen, während Annegret Kramp-Karrenbauer «über Jahre Basisarbeit gemacht hat, in Regierungsfunktionen war». Dabei seien zwei Stile aufeinandergetroffen.

Die zwei unterlegenen Bewerber für die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel als Parteichefin, Friedrich Merz und Jens Spahn, kamen aus dem mitgliederstärksten CDU-Landesverband Nordrhein-Westfalen. Laschet hatte ein geschlossenes Votum seines Landesverbands abgelehnt und auf freie Entscheidung jedes einzelnen gepocht. Auch er selbst hatte im Gegensatz zu vielen Parteifreunden keinen der Kandidaten öffentlich unterstützt. Laschet wurde beim Bundesparteitag in Hamburg als stellvertretender Bundesvorsitzender wiedergewählt.

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