Prozesse
Drogenproduktion: Mutmaßliche Bande vor Gericht

Kleve (dpa/lnw) - Auf dem abgelegenen Hof ihrer Mutter am Niederrhein sollen zwei Brüder in großem Stil Amphetamin hergestellt haben: Jetzt stehen sie, die Mutter und drei weitere Männer in Kleve vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft warf der 54 Jahre alten Deutschen, den 31- und 27-jährigen Söhnen, und drei weiteren Männern beim Prozessauftakt am Donnerstag bandenmäßigen Drogenhandel in zahlreichen Fällen vor. Der 31-jährige Sohn legte nach Angaben des Gerichts am ersten Verhandlungstag ein Geständnis ab.

Donnerstag, 13.12.2018, 16:02 Uhr aktualisiert: 13.12.2018, 16:12 Uhr

Nach Berechnungen der Staatsanwaltschaft produzierten die Söhne mit Unterstützung eines Hof-Mitarbeiters eine große Menge von Amphetamin-Öl. Dieses soll demnach in der weiteren Verarbeitung für 9,2 Tonnen Amphetamin gereicht haben, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag zum Prozessauftakt mitteilte.

Die Mutter sorgte laut Anklage für das leibliche Wohl und stellte auf ihrem Hof eine Halle als Drogenküche zur Verfügung. Als eine Spezialeinheit der Polizei im April den Hof gestürmt hatte, fanden die Ermittler die professionelle Einrichtung mit acht Kochstellen. Ein 40-jähriger Belgier soll das Amphetamin weiterverkauft haben - wohin genau, wissen die Ermittler nicht. «Die Wege haben sich verloren», sagte Gerichtssprecher Alexander Lembke. Ein 41 Jahre alter Pole war laut Staatsanwaltschaft dafür zuständig, die Grundstoffe für Produktion des Amphetamin-Öls zu liefern.

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