Schnelles Aus für Braunkohle – nur unter Bedingungen
Laschet fordert Finanzspritze

Düsseldorf -

Der Ausstieg aus der Braunkohle-Verstromung wird schon in wenigen Jahren im Rheinischen Revier beginnen. Dieses überraschend konkrete Angebot an die Kohlekommission hat Ministerpräsident Armin Laschet am Mittwoch in Düsseldorf an kon krete Bedingungen geknüpft. „Wenn wir Sondermaßnahmen schon sehr kurzfristig in den kommenden Jahren beschließen, also zusätzliche Gigawatt Braunkohle herausnehmen, wird das im Rheinischen Revier beginnen“, sagte vor Journalisten. „Das heißt, dass die Struktur­mittel dann auch zuerst hierher fließen müssen.“

Mittwoch, 19.12.2018, 21:36 Uhr
Armin Laschet
Armin Laschet Foto: dpa

In Ostdeutschland werde dieser Prozess später beginnen, dort müssten zunächst neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Nur so sei dort die Angst vor einem Kohleausstieg zu überwinden. Laschet betonte: „Bei uns wird man nicht die neuen Arbeitsplätze haben, bevor man abschaltet, weil manches Abschalten schon in den nächsten ein, zwei, drei Jahren erforderlich sein wird.“ Dazu müssten Strukturmittel ins Revier fließen, Arbeitnehmer abgesichert, Energiekonzerne entschädigt und energieintensive ­Industrien unterstützt werden. „Da kommt auf den Bundesfinanzminister eine größere Summe zu, als er sich bisher vorgestellt hat“, kündigte Laschet an.

 

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