Verkehr
Kranke Lokführer: Bei Nordwestbahn fallen weiter Züge aus

Duisburg/Osnabrück (dpa/lnw) - Nach zahlreichen Zugausfällen seit Weihnachten auf Strecken der Nordwestbahn kämpft der Bahnbetreiber weiter mit einem hohen Krankenstand bei den Lokführern. Anders als in den Tagen vor dem Jahreswechsel habe sich die Situation für die Fahrgäste zuletzt aber deutlich verbessert. «Es fallen nur noch vereinzelt Züge aus», sagte eine Sprecherin am Donnerstag.

Donnerstag, 03.01.2019, 15:21 Uhr aktualisiert: 03.01.2019, 15:32 Uhr
Eine Nordwestbahn hält an einem Bahnhof.
Eine Nordwestbahn hält an einem Bahnhof. Foto: Carmen Jaspersen

So fuhren am Donnerstagmorgen drei Züge zwischen Xanten und Duisburg nicht. Auch am Vortag seien einzelne Verbindungen des RE 10 am Niederrhein und der Regionalbahn 36 zwischen Duisburg und Oberhausen ausgefallen. Inzwischen versuche die Nordwestbahn , kurzfristig Lokführer über eine Zeitarbeitsfirma zu akquirieren, um die Krankmeldungen aufzufangen.

Mehr als jeder zehnte der über 100 Lokführer in dem Streckennetz am Niederrhein, im Ruhrgebiet und im Münsterland habe sich weiter krank gemeldet. Zwischen Weihnachten und Neujahr seien es noch mehr gewesen. Deshalb waren zahlreiche Verbindungen der Nordwestbahn gestrichen worden.

Personalmangel betrifft die gesamte Branche: Auch die Eurobahn berichtete am Donnerstag von Zugausfällen über Silvester, weil sich kurzfristig Lokführer krank gemeldet hatten. Allerdings hätten stattdessen Busse zur Verfügung gestanden. Im Sommer waren sowohl bei der Deutschen Bahn als auch bei der Nordwestbahn aus Personalmangel Verbindungen gestrichen worden. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hatte daraufhin von den Unternehmen mehr Anstrengung bei der Ausbildung von Personal gefordert.

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