Gebühren
NRW will zweites kostenfreies Kita-Jahr einführen

Gute Nachricht für Eltern kleiner Kinder in NRW: Sie werden bei den Kita-Kosten weiter entlastet. Künftig sind zwei Kita-Jahre beitragsfrei.

Dienstag, 08.01.2019, 12:34 Uhr aktualisiert: 08.01.2019, 19:05 Uhr
Joachim Stamp (FDP) spricht in ein Mikrofon. 
Joachim Stamp (FDP) spricht in ein Mikrofon.  Foto: Christophe Gateau

Eltern kleiner Kinder können mit einer weiteren Entlastung bei den Kita-Gebühren rechnen: Die Landesregierung will ab 2021/22 die Kosten für ein weiteres Kindergartenjahr übernehmen. Damit werde dann auch das vorletzte Kita-Jahr vor der Einschulung beitragsfrei, kündigte NRW-Familienminister Jo­achim Stamp ( FDP ) in Düsseldorf an.

„Wir entlasten damit die Mitte der Gesellschaft.“ Den Ausfall erstattet das Land den Kommunen mit jährlich 210 Millionen Euro. Für weitere beitragsfreie Jahre fehlten aber die Spielräume. „Das Wichtigste ist, dass wir eine gute frühkindliche Bildung ermög­lichen, und dazu muss die Qualität gesteigert werden.“

Dafür soll die strukturelle Unterfinanzierung der landesweit etwa 9800 Kindergärten beendet werden. Mit den kommunalen Spitzenverbänden unterzeichnete Stamp am selben Tag eine Vereinbarung, wonach beide Seiten für eine auskömm­liche Finanzierung jährlich 750 Millionen Euro zusätzlich bereitstellen. Die ebenfalls ab 2021/22 greifende Maßnahme teilen sich Land und Kommunen. Damit die Kita-Träger nicht wieder in Finanznot geraten, sollen die Pauschalen künftig an die Personal- und Sachkosten angepasst werden.

Mit 240 Millionen Euro jährlich wird die Qualität der Betreuung verbessert. Dazu gehören flexiblere Öffnungszeiten. Die Mittel für Sprachförderung werden auf 50 Millionen Euro verdoppelt. Zudem garantiert das Land einen bedarfsgerechten Kitaplatz-Ausbau und stellt mindestens 115 Millionen Euro jährlich bereit. Zusammen ergebe das jährlich ein Plus von 1,3 Milliarden Euro, sagte Stamp.

Die kommunalen Spitzenverbände lobten die Einigung: „Damit werden alle Träger in die Lage versetzt, die Qualität in der Kinder­betreuung zu verbessern.“ Die Finanzierung der Kinderbetreuung erreiche damit ein Volumen von 6,8 Milliarden Euro.

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