Pflegeberufe
Karl-Josef Laumann: «Die Pflege braucht endlich eine Stimme»

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Pflegefachkräfte in Nordrhein-Westfalen wollen laut einer Umfrage ihre Interessen mehrheitlich in einer Pflegekammer vertreten sehen. 79 Prozent von 1503 Befragten hätten sich dafür ausgesprochen, teilte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch mit.

Mittwoch, 09.01.2019, 14:37 Uhr aktualisiert: 09.01.2019, 14:52 Uhr
Karl-Josef Laumann (CDU) spricht beim CDU-Bundesparteitag.
Karl-Josef Laumann (CDU) spricht beim CDU-Bundesparteitag. Foto: Christian Charisius

Die Pflegekammer müsse nun zügig errichtet werden, sagte Laumann . Ein entsprechender Gesetzentwurf solle noch vor der Sommerpause im Landtag eingebracht werden. «Ich möchte die Kammer zu einer starken Stimme für die Pflege machen.» Dafür müssten ihr wichtige Aufgaben nach dem Vorbild der Ärztekammern übertragen werden.

Die neue NRW-Pflegekammer soll die Qualität der Pflege sichern, Standards für eine gute Berufsausübung festlegen und überwachen sowie Fort- und Weiterbildungsangebote entwickeln. Das Land will den Aufbau der Kammer mit fünf Millionen Euro unterstützen. Langfristig finanziert sich die Kammer aus Gebühren und Beiträgen ihrer Mitglieder.

In NRW gibt es knapp 197 000 Pflegefachkräfte - etwa 122 000 in der Gesundheits- und Krankenpflege, knapp 75 000 arbeiten in der Altenpflege. Die Pflege gehört zu den Mangelberufen mit steigender Nachfrage, aber unattraktiven Arbeitsbedingungen. Pflegekammern gibt es auch in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

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