Schauspieler Claus Dieter Clausnitzer
„Vaddern“ aus dem Münster-„Tatort“ wird 80

Dortmund/Münster -

Seit fast 20 Jahren spielt er den kiffenden Taxifahrer im Münster-„Tatort“. Durch Loriot wurde Claus Dieter Clausnitzer dem Fernsehpublikum bereits in den 1970er-Jahren bekannt. Jetzt wird der Schauspieler aus Dortmund 80 Jahre alt.

Dienstag, 15.01.2019, 07:35 Uhr aktualisiert: 15.01.2019, 07:49 Uhr
Der Schauspieler Claus Dieter Clausnitzer bei der Jubiläums-Gala "1500 Folgen Rote Rosen".
Der Schauspieler Claus Dieter Clausnitzer bei der Jubiläums-Gala "1500 Folgen Rote Rosen". Foto: Georg Wendt

Ein bekanntes Fernsehgesicht ist Claus Dieter Clausnitzer schon lange. In der ARD spielt er seit 2012 in der Telenovela „Rote Rosen“ den Hannes Lüder, im Münster-„Tatort“ seit 2002 den kiffenden Taxifahrer und „Vaddern“ von Kommissar Thiel.

Aber bereits seit den 1970er-Jahren ist er einem Millionen-Publikum vertraut: Damals war er in Loriots berühmten Lotto-Sketch zu sehen, in dem Erwin Lindemann in Wuppertal eine Herrenboutique eröffnen will. Der Schauspieler wird am 15. Januar 80 Jahre alt.

Auch im ernsten Fach erfolgreich

Gründe, großartig darüber zu reden, sieht er nicht. Der Interview-Typ sei er sowieson nicht, sagte er der Deutschen Presse-Agentur vor seinem Geburtstag. Als Schauspieler ist Clausnitzer nicht auf eine Rolle festgelegt. Er hat eine humorige Seite, kann aber auch das ernsthafte Fach.

Claus Dieter Clausnitzer wird 80 - Karriere in Bildern

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  • Bereits seit den 1970er-Jahren wird Claus Dieter Clausnitzer bekannt durch seine Rolle in Loriots berühmten Lotto-Sketch, in dem Erwin Lindemann in Wuppertal eine Herrenboutique eröffnen will. Am 15. Januar wird der Schauspieler 80 Jahre alt.

    Foto: pd
  • Gründe, großartig darüber zu reden, sieht er nicht. Der Interview-Typ sei er sowieson nicht, sagte er der Deutschen Presse-Agentur vor seinem Geburtstag. Als Schauspieler ist Clausnitzer nicht auf eine Rolle festgelegt. Er hat eine humorige Seite, kann aber auch das ernsthafte Fach.

    Foto: Christiane Husmann
  • Claus Dieter Clausnitzer wurde vor allem bekannt für seine Rolle als Vaddern Thiel im Tatort Münster. In der ARD spielt er seit 2012 in der Telenovela «Rote Rosen» den Hannes Lüder.

    Foto: WDR/Wolfgang Ennenbach
  • Er absolvierte ein Schauspielstudium an der Neuen Münchner Schauspielschule und war am Theater in Dortmund bis 2010 festes Mitglied im Ensemble. 2007 ehrte ihn das Haus mit dem Titel Kammerschauspieler.

    Foto: Guido Kirchner
  • In zahlreichen Fernsehproduktionen war er dabei, darunter in Nico Hofmanns «Der Sandmann» mit Götz George, Kaspar Heidelbachs «Das Wunder von Lengede» oder Adolf Winkelmanns «Contergan».

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  • Axel Prahl, Jan Josef Liefers, Claus D. Clausnitzer, Christine Urspruch beim Tatort-Pressetermin zum neuen Tatort-Münster-Dreh "Gott ist auch nur ein Mensch".

    Foto: Matthias Ahlke
  • Filmszene aus dem Münster-Tatort „Der Fluch der Mumie“: Was für ein Schreck für Herbert Thiel (Claus D. Clausnitzer). Auf dem Dachboden einer Villa entdeckt er beim Entrümpeln eine Mumie.

    Foto: ARD
  • Clausnitzer ist Fan des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund und lebt mit seiner Frau auch in der Ruhrgebietsstadt - und daneben in seiner zweiten Heimat Indonesien. Dort engagiert sich der Vater von zwei Töchtern auch finanziell für Kinder und ältere Mitmenschen.

    Foto: Philipp Schulze

Am Theater in Dortmund war er bis 2010 festes Mitglied im Ensemble. 2007 ehrte ihn das Haus mit dem Titel Kammerschauspieler. In München studierte der in Saarbrücken geborene Clausnitzer Germanistik und Theaterwissenschaften. In zahlreichen Fernsehproduktionen war er dabei, darunter in Nico Hofmanns „Der Sandmann“ mit Götz George, Kaspar Heidelbachs „Das Wunder von Lengede“ oder Adolf Winkelmanns „Contergan“.

Zweite Heimat Indonesien

Clausnitzer ist Fan des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund und lebt mit seiner Frau auch in der Ruhrgebietsstadt - und daneben in seiner zweiten Heimat Indonesien. Dort engagiert sich der Vater von zwei Töchtern auch finanziell für Kinder und ältere Mitmenschen.

2016 hatte er sich im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ - passend zu seiner Rolle im Tatort - für eine liberale Drogenpolitik ausgesprochen. „Ich bin ein absoluter Befürworter der Drogenfreigabe“, sagte er damals. Und über das Alter und den Beruf des Schauspielers: „Das ist doch schön. In diesem Job gibt's keine Rentner. Sie können ja auch dem Maler nicht den Pinsel aus der Hand nehmen, nur weil er 65 geworden ist. Ich arbeite, solange es mir Spaß macht, das ist ja auch das Schöne an diesem Beruf.“

Das erfolgreiche Tatort-Team aus Münster wird also auch nach mehr als 30 Folgen in absehbarer Zeit nicht gesprengt.

Chronologie der Münster-Tatorte

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  • Der erste Münster Tatort „Der dunkle Fleck“. Erstausstrahlung 2002.

    Foto: Bernd Thissen
  • „Fakten, Fakten“, 2002.

    Foto: NDR/WDR/Michael Böhme
  • „Dreimal schwarzer Kater“, 2003.

    Foto: NDR/WDR/Michael Böhme
  • „Sag nichts“, 2003.

    Foto: SWR/WDR/Michael Böhme
  • „Mörderspiele“, 2004.

    Foto: WDR
  • „Eine Leiche zuviel“, 2004.

    Foto: WDR/Jürgen Thiele
  • „Der Frauenflüsterer“, 2005.

    Foto: WDR/Michael Böhme
  • „Der doppelte Lott“, 2005.

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  • „Das ewig Böse“, 2006.

    Foto: Nicole Fenneker dpa
  • „Das zweite Gesicht“, 2006.

    Foto: WDR
  • „Ruhe sanft“, 2007.

    Foto: Kirsten Neumann dpa
  • „Satisfaktion“, 2007.

    Foto: WDR/Trambow
  • „Krumme Hunde“, 2008.

    Foto: WDR/Guido Engels
  • „Wolfsstunde“, 2008.

    Foto: Wdr Uwe Stratmann
  • „Höllenfahrt“, 2009.

    Foto: WDR/Michael Böhme
  • „Tempelräuber“, 2009.

    Foto: ARD
  • „Der Fluch der Mumie“, 2010.

    Foto: ARD
  • „Spargelzeit“, 2010.

    Foto: WDR
  • „Herrenabend“, 2011.

    Foto: WDR
  • „Zwischen den Ohren“, 2011.

    Foto: Thomas Kost
  • „Hinkebein“, 2012.

    Foto: WDR
  • „Das Wunder von Wolbeck“, 2012.

    Foto: ARD
  • „Summ, Summ, Summ“, 2013.

    Foto: Martin Menke/WDR
  • „Die chinesische Prinzessin“, 2013.

    Foto: ARD
  • „Der Hammer“, 2014.

    Foto: ARD
  • „Mord ist die beste Medizin“, 2014.

    Foto: ARD
  • „Erkläre Chimäre“, 2015.

    Foto: WDR
  • „Schwanensee“, 2015.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • „Ein Fuß kommt selten allein“, 2016.

    Foto: ARD
  • „Feierstunde“, 2016.

    Foto: ARD
  • „Fangschuss“, 2017.

    Foto: ARD
  • „Gott ist auch nur ein Mensch“, 2017.

    Foto: WDR/Wolfgang Ennenbach
  • „Schlangengrube”, 2018

    Foto: Thomas Kost/WDR/ARD/dpa
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