Prozesse
Prozess um Mord an eigener Tochter in Düsseldorf

Ein Vater steht am kommenden Freitag wegen Mordes an seiner eigenen Tochter vor Gericht. Er soll sie im vergangenen Juli in Düsseldorf umgebracht haben, um sich an seiner Frau zu rächen.

Sonntag, 13.01.2019, 08:49 Uhr aktualisiert: 13.01.2019, 09:02 Uhr
Der Schriftzug "Landgericht und Amtsgericht Düsseldorf" hängt an der Fassade des Landgerichts an der Werdener Straße.
Der Schriftzug "Landgericht und Amtsgericht Düsseldorf" hängt an der Fassade des Landgerichts an der Werdener Straße. Foto: Marcel Kusch

Düsseldorf (dpa/lnw) - Ein 33-jähriger Familienvater steht am kommenden Freitag wegen Mordes an seiner Tochter in Düsseldorf vor Gericht. Das teilte eine Sprecherin des Landgerichts mit. Der Ägypter soll die Siebenjährige aus Rache an seiner Ehefrau umgebracht haben, der er Untreue unterstellte. Er sei sehr eifersüchtig gewesen, hatte Staatsanwältin Britta Zur nach der Tat gesagt: «Er hat das Kind getötet, um seine Frau zu bestrafen.»

Das Drama hatte sich im vergangenen Juli in Düsseldorf abgespielt. In einem Videotelefonat mit der 44-jährigen Mutter soll der bis dahin unbescholtene Vater die weinende gemeinsame Tochter als Druckmittel benutzt und gedroht haben, ihr etwas anzutun. Dabei soll er eine täuschend echte Pistole in der Hand gehalten haben, die sich später als Schreckschussvariante der Polizeiwaffe P 99 entpuppte.

Die Frau wählte den Notruf der Polizei und eine Spezialeinheit der Polizei eilte zur Wohnung der Familie im Düsseldorfer Stadtteil Rath. Eine gute Stunde später gab der Mann auf, öffnete die Wohnungstür einen Spalt breit und streckte den Arm mit der Pistole heraus, bevor er überwältigt wurde.

Als Beamte dabei die Tür weiter aufdrückten, sahen sie im anderen Arm des Mannes dessen leblose Tochter. Ein Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. Wie die Obduktion ergab, wurde das Mädchen erwürgt oder erdrosselt.

Ihr Vater schwieg bislang zu dem, was sich in der Wohnung abgespielt hat und befindet sich seither in Untersuchungshaft. Seine Verteidiger wollten vor Prozessbeginn ebenfalls keine Stellungnahme abgeben.

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