Kriminalität
Polizei sucht Hinweise nach Tod von 900 Schweinen

Vreden -

Die Hintergründe sind offen. Fest steht nur: Auf einem Betrieb im westlichen Münsterland sind 900 Schweine qualvoll verendet. Die für das Überleben notwendige Belüftungsanlage wurde abgeschaltet.

Mittwoch, 16.01.2019, 11:49 Uhr aktualisiert: 16.01.2019, 14:43 Uhr
Eine Außenaufnahme der Zufahrt vom Schweinemastbetrieb von Ch. Röring.
Eine Außenaufnahme der Zufahrt vom Schweinemastbetrieb von Ch. Röring. Foto: Wilfried Gerharz

Nach dem qualvollen Tod von über 900 Schweinen in einem Betrieb in Vreden im Kreis Borken ist die Polizei weiterhin auf der Suche nach Hinweisen auf die Täter. «Ein Bekennerschreiben liegt uns nicht vor», sagte Polizeisprecherin Angela Lüttmann am Mittwoch. Da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden könne, habe der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Münster die Ermittlungen an sich gezogen. Johannes Röring, der Vater des Hofbetreibers, ist CDU-Bundestagsabgeordneter und Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes.

Bislang unbekannte Täter hatten sich vermutlich in der Nacht auf Montag gewaltsam Zugang zum Technikraum des Betriebes nahe der niederländischen Grenze verschafft. Die Polizei fand Aufbruchspuren. Die Unbekannten schalteten den Strom für die lebensnotwendige Belüftung des Stalles ab und manipulierten die Alarmanlage. Nach Polizeiangaben ist das nur Spezialisten möglich. Die Alarmanlage warnt den Hofbetreiber vor dem Ausfall der Klimaanlage.

Mitarbeiter des Hofs hatten den Angaben zufolge zuletzt am Sonntag gegen 18 Uhr den Stall betreten und dann wieder am Montag um 8.50 Uhr. In der Zwischenzeit verendeten die Tiere.

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