Kältewelle
Frost fast überall im Land - Letzter Katastrophenfall aufgehoben

Essen/München/Offenbach -

Frost und kaum Schnee, dazu viel Sonne: Das verspricht die Wettervorhersage für die nächsten Tage. Gute Nachrichten gab es von der bayerischen Schneefront.

Sonntag, 20.01.2019, 18:13 Uhr aktualisiert: 20.01.2019, 18:34 Uhr
Kältewelle: Frost fast überall im Land - Letzter Katastrophenfall aufgehoben
Temperaturen von Minus 12 Grad werden auf einem Thermometer auf dem Brocken angezeigt. Wetter-Experten sagen: In den nächsten Tagen wird es in Deutschland eisig kalt. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Nach den heftigen Schneefällen in Bayern hat die letzte betroffene Region am Wochenende den Katastrophenfall aufgehoben. Der Landrat des Kreises Berchtesgadener Land, Georg Grabner , erklärte die Ausnahmesituation am Samstag ab 12 Uhr für beendet.

Während des zehntägigen Katastrophenfalls seien rund 12.000 Einsatzkräfte aus dem Landkreis und ganz Bayern im Einsatz gewesen, hieß es weiter. Die Helfer hätten in dieser Zeit rund 1600 Dächer vor allem von Privathäusern von den Schneemassen befreit, um Einstürze zu verhindern. Der Katastrophenfall war Anfang Januar wegen extremer Schneefälle in fünf bayerischen Landkreisen ausgerufen worden.

Starker Schneefall in Bayern und Österreich

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  • Im Ennstal in Österreich: Ein Hubschrauber, "Alouette III", fliegt in Richtung der abgeschnittenen Ortschaft Radmer im Bezirk Leoben...

    Foto: Peter Lechner/BUNDESHEER/APA/dpa
  • ...Der Helikopter soll dringend benötigte Sauerstoffflaschen für einen Patienten bringen, dessen Vorrat am Mittwoch zu Ende geht. Angesichts neuer möglicher Schneefälle bereitet sich Österreich auf hohe Lawinenwarnstufen vor.

    Foto: Peter Lechner/BUNDESHEER/APA/dpa
  • Feuerwehrmänner tragen in Salzburg Pflanzen aus einem Gewächshaus einer Gärtnerei, das durch massive Schneemassen eingebrochen ist.

    Foto: Franz Neumayr
  • Zwei Feuerwehrmänner schippen Schnee von dem Dach eines Gewächshauses einer Gärtnerei, das unter den Schneemassen einbrach.

    Foto: Franz Neumayr
  • Koppl: Schnee ist am Straßenrand aufgetürmt. Angesichts neuer möglicher Schneefälle bereitet sich Österreich auf hohe Lawinenwarnstufen vor.

    Foto: Barbara Gindl
  • Völlig eingeschneit ist das Jugendhotel Felseralm in Obertauern (Österreich)...

    Foto: privat
  • ...wo derzeit eine Reisegruppe aus Münster festsitzt...

    Foto: privat
  • Die Zeit vertreiben sich die Münsteraner derweil neben Schneeschaufeln mit Eisstockschießen...

    Foto: privat
  • ...oder ganz kreativ bei einer humorigen Klaviervorführung im Schnee.

    Foto: privat
  • Koppl (Österreich): Bäume biegen sich unter der Last des nassen Schnees über eine Straße.

    Foto: Barbara Gindl
  • Ein Auto auf einer Straße ist in Koppel (Österreich) hinter Schneemassen zu sehen.

    Foto: Barbara Gindl
  • Dieses von der Gemeinde Pölstal (Österreich) zur Verfügung gestellte Foto zeigt Feuerwehrleute beim Freilegen eines Daches.

    Foto: Gemeinde Pölstal
  • Die Straße nach Österreich ist am Grenzübergang Mittenwald-Scharnitz auf Grund der Lawinengefahr gesperrt.

    Foto: Angelika Warmuth
  • Ein Straßenschild weist in Garmisch-Partenkirchen (Bayern) auf die Verbindung Bayern-Österreich hin, die wegen Lawinengefahr gesperrt ist.

    Foto: Angelika Warmuth
  • Steirische Ennstal (Österreich): Dieses vom österreichischen Bundesheer zur Verfügung gestellte Foto zeigt einen Hubschrauber des Bundesheers im Einsatz im Steirischen Ennstal. Der Winter hat weite Teile Bayerns weiter fest im Griff.

    Foto: Peter Lechner/BUNDESHEER/APA/dpa
  • Ein Traktor räumt in Traunstein (Bayern) Schnee.

    Foto: Tobias Hase
  • Ein Räumfahrzeug mit Schneefräse fährt in Siegsdorf (Bayern) auf einer Straße.

    Foto: Tobias Hase
  • Pferde stehen in Garmisch-Partenkirchen (Bayern) im Schnee.

    Foto: Angelika Warmuth
  • Zwei Kinder spielen in Traunstein (Bayern) im Schnee.

    Foto: Tobias Hase
  • Sichtlich Spaß hat dieses Kind in Traunstein (Bayern) auf einem Schneehügel.

    Foto: Tobias Hase
  • Fahrzeuge sind in Traunstein (Bayern) eingeschneit und schneebedeckt.

    Foto: Tobias Hase

Größere Schneefälle erwartet der Deutsche Wetterdienst in Offenbach für die nächsten Tagen nicht. Allerdings bleibe es auch zu Beginn der Woche frostig, teilten die Meteorologen am Sonntag mit. Am Montag erreichen die Temperaturen demnach Höchstwerte von drei Grad an den Küsten und minus drei Grad im Süden und den höheren Lagen. Vielerorts solle die Sonne scheinen.

Mondfinsternis bei wolkenlosem Himmel

In der Nacht zum Dienstag kann es in Vorpommern schneien, sonst bleibt es weitgehend trocken. Die Temperaturen sinken auf bis zu minus zehn Grad im Bergland und null Grad an den Küsten, bevor sie auf Werte zwischen null und drei Grad am Tag steigen. Auch im Tagesverlauf bleibt es meist trocken. Erst gegen Abend ist im Westen Schneefall möglich. Am Mittwoch ziehen dann Wolken über den Süden und die Mitte Deutschlands, die aber nur vereinzelt Schnee bringen.

Handschuhe, Mütze und Schal gehören auch in der kommenden Woche dazu - denn es wird knackig kalt in NRW. Im Siegerland könnten die Temperaturen nachts sogar auf minus 13 Grad fallen. Zu der Eiseskälte gesellen sich im Laufe des Montags erste Wolken, die sich am Dienstag flächendeckend ausbreiten. Dann könnten zwei bis drei Zentimeter Schnee fallen. 

Wetterkapriolen in Deutschland im Januar

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  • Duisburg: Eisstücke einer Pfütze liegen auf einem Feldweg in Duisburg.

    Foto: Martin Gerten
  • Potsdam: Eine Frau füttert Vögel am östlich des Zentrums liegenden Tiefen See.

    Foto: Christoph Soeder
  • Berlin: Passanten gehen auf dem Messegelände in Berlin über eine verschneite Wiese.

    Foto: Ralf Hirschberger
  • Dörnberg: Eine Frau steht auf dem Dörnberg auf einem der Helfensteine und blickt über die winterliche Landschaft.

    Foto: Uwe Zucchi
  • Torfhaus: Wintersportler mit Langklaufskiern sind im Sonnenaufgang auf dem Goetheweg am Torfhausmoor unterwegs. Schnee und sonniges Wetter locken zahlreiche Wintersportler in den Harz.

    Foto: Swen Pförtner
  • Oderbrück: Wintersportler auf Langlaufskiern sind auf einer eine Loipe. Wetter-Experten sagen: In den nächsten Tagen wird es in Deutschland eisig kalt.

    Foto: Swen Pförtner
  • Mit Raureif bedeckt sind am Morgen die Baumwipfel eines Waldes am Trepliner See. Das Thermometer zeigte am Sonntagmorgen im Osten von Brandenburg minus neun Grad Celsius an.

    Foto: Patrick Pleul
  • Lebus: Wasservögel fliegen am Ufer des deutsch-polnischen Grenzflusses Oder.

    Foto: Patrick Pleul
  • Bei sonnigem und kaltem Winterwetter geht ein Pärchen mit seinem Hund über die gefrorenen Hochweiden des Dörnberg spazieren.

    Foto: Uwe Zucchi
  • Sonnenschein, Schneemassen - Ein Skifahrer fährt über eine Piste in Garmisch-Partenkirchen.

    Foto: Angelika Warmuth
  • Regenschirme sind in Münster in den letzten Tag ein gerngesehener Begleiter.

    Foto: Oliver Werner
  • Traunstein: Helfer des DLRG versuchen Schnee von einem Hausdach zu räumen.

    Foto: Bastian Glückselig
  • In NRW hingegen hatte Schnee bis jetzt keine Chance.

    Foto: Friso Gentsch
  • In Bielefeld war es in den vergangenen Tagen eher nebelig.

    Foto: Friso Gentsch
  • In Kaufbeuren in Bayern hängen glitzern diese Eiszapfen im Sonnenschein.

    Foto: Karl-Josef Hildenbrand
  • Stürmisch und Regnerisch ist es am Ostseestrand in Zingst, Mecklenburg-Vorpommern.

    Foto: Bernd Wüstneck
  • Niedersachsen: Unbeeindruckt von einer Vogelscheuche verweilen Schwäne auf einem Feld in der südlichen Region Hannover.

    Foto: Julian Stratenschulte
  • Eine Schneefräse befreit einen Fußweg vom Schnee in Obermaiselstein, Bayern.

    Foto: Karl-Josef Hildenbrand
  • Bayern, Marktoberdorf: Ein Auto fährt auf glatter Fahrbahn. Viele Menschen in Bayern, Österreich und der Schweiz hoffen auf ein Ende der Schneefälle und damit eine Entspannung der Gefahrenlage.

    Foto: Karl-Josef Hildenbrand
  • Bayern, Grabenstätt: Ein Graureiher steht im wehenden Schnee auf der Suche nach Futter auf einem Feld.

    Foto: Lino Mirgeler
  • Sachsen-Anhalt, Königshütte: Wasser stürzt über die Kaskaden des Königshütter Wasserfalls, um danach in die nahe gelegene Kalte Bode zu fließen.

    Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
  • Bayern, Balderschwang: Schnee ist in den Wellnessbereich des Hotel Hubertus nach einem Lawinenabgang durch die Fensterfront eingedrungen. Die Lawine mit einer Breite von 300 Metern drückte Fenster des Hotels ein, wodurch Schnee ins Innere gelangte.

    Foto: Benjamin Liss
  • Niedersachsen, Dinklage: Ein Auto fährt während des Sonnenuntergangs eine Landstraße entlang.

    Foto: Mohssen Assanimoghaddam
  • Sachsen, Chemnitz: Durch das Tauwetter führt die Chemnitz Hochwasser. Plusgrade und Regen haben einige Flüsse in Sachsen anschwellen lassen. Örtlich gibt es Sperrungen wegen Überflutung, teilweise entspannt sich die Lage bereits.

    Foto: Harry Härtel
  • Spaziergänger sind bei strahlendem Sonnenschein und winterlichen Temperaturen am Ostseestrand in der Lübecker Bucht bei Travemünde unterwegs.

    Foto: Christian Charisius

Für Mondgucker hat der DWD am Sonntag gute Chancen prognostiziert, die totale Mondfinsternis bei weitgehend wolkenlosem Himmel beobachten zu können. Wer das Schauspiel am frühen Montagmorgen verfolgen will , muss sich allerdings warm anziehen - und früh aus dem Bett kommen. Von 5.41 Uhr an liegt der Mond etwa eine Stunde lang komplett im Kernschatten der Erde und schimmert rötlich.

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