Kriminalität
Mann hängt sich an Zug und fährt durchs Revier

Duisburg/Essen (dpa/lnw) - Ein 33-Jähriger hat sich in Duisburg an einen anrollenden Zug geklammert und ist so bei Eiseskälte durchs Ruhrgebiet weitergefahren. Beim Rauchen am Hauptbahnhof hatte der Betrunkene die Abfahrt seines Eurocitys verpasst und war kurzerhand aufgesprungen, wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte. Reisende seien nach einigen Kilometern auf die lautstarken Hilferufe des Mannes von draußen aufmerksam geworden. Sie zogen bei Mülheim auf freier Strecke die Notbremse und beendeten damit am Mittwochabend die lebensgefährliche Aktion.

Donnerstag, 24.01.2019, 13:01 Uhr aktualisiert: 24.01.2019, 13:12 Uhr
Die Blaulichter sind auf den Dächern von Polizeifahrzeugen zu sehen.
Die Blaulichter sind auf den Dächern von Polizeifahrzeugen zu sehen. Foto: Carsten Rehder

Der Zug hielt und der Ibbenbürener stieg unverletzt ein. Am Essener Hauptbahnhof nahm ihn die Bundespolizei in Empfang. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,9 Promille. Die Beamten leiteten ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. «Waghalsige Aktionen wie in diesem Fall sind lebensgefährlich und darüber hinaus auch strafbar!», warnte die Bundespolizei.

Der Zug könne auf der Strecke eine Geschwindigkeit von maximal 160 Stundenkilometern erreichen, erklärte ein Bahnsprecher. Wie schnell der Eurocity während des Vorfalls tatsächlich gefahren sei, konnte die Bahn nicht sagen.

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