Banken
Energiewende beschert GLS Bank gute Geschäfte

Bochum (dpa/lnw) - Die Bochumer Alternativbank GLS rechnet auch als Folge der Energiewende mit wachsenden Geschäften. Sie hat deshalb knapp 100 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt und beschäftigt jetzt rund 600 Menschen, wie Vorstandssprecher Thomas Jorberg berichtete. Wegen des kontinuierlichen Wachstums der Bank brauche auch die Firmenzentrale in Bochum demnächst wohl mehr Platz.

Dienstag, 29.01.2019, 11:03 Uhr aktualisiert: 29.01.2019, 11:12 Uhr
Passanten gehen an einer Filiale der GLS Bank vorbei.
Passanten gehen an einer Filiale der GLS Bank vorbei. Foto: Oliver Berg

Die sozial-ökologische Bank konnte im vergangenen Jahr ihre Bilanzsumme um gut 12 Prozent auf rund 5,7 Milliarden Euro erhöhen. Der Bilanzgewinn stieg um 1,5 Millionen auf 9,1 Millionen Euro.

Ein Drittel der von der GLS ausgegeben Kredite entfällt den Angaben zufolge auf den Bereich erneuerbare Energien. Das Geschäft mit Photovoltaikanlagen sei 2018 deutlich besser gelaufen als erwartet. Solaranlagen hätten «eine richtige Renaissance erlebt», sagte Vorstandsmitglied Christina Opitz. Zunehmend werde von der GLS auch Wohnungsbau durch Genossenschaften finanziert.

Den 2017 eingeführten Grundbeitrag für GLS-Konten in Höhe von 60 Euro pro Jahr hätten die Kunden mittlerweile voll akzeptiert, hieß es. Die Kundenzahl sei im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf 218 000 gestiegen, berichtete Jorberg. Mit der Gebühr hatte die GLS Bank auf Finanzprobleme durch das anhaltende Zinstief reagiert. Im Gegenzug wurden Dispozinsen für Kredite bis maximal 10 000 Euro gestrichen.

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