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Technologie-Dienstleister gründet neue Handy-Reparatur-Firma

Der Absatz von Handys sinkt. Der Technologie-Dienstleister Komsa aus Sachsen reagiert auf den Trend und gründet eine neue Firma.

Mittwoch, 30.01.2019, 12:04 Uhr aktualisiert: 30.01.2019, 12:12 Uhr
Ein Gebäude der Komsa Kommunikation Sachsen AG, aufgenommen am 05.05.2017 in Hartmannsdorf (Sachsen).
Ein Gebäude der Komsa Kommunikation Sachsen AG, aufgenommen am 05.05.2017 in Hartmannsdorf (Sachsen). Foto: Sebastian Willnow

Hartmannsdorf (dpa/sn) - Der sächsische Technologie-Dienstleister Komsa AG hat auf den sinkenden Absatz von Mobiltelefonen reagiert und einen neuen Reparaturservice geschaffen. Wie das Unternehmen mit Sitz in Hartmannsdorf ( Landkreis Mittelsachsen ) am Mittwoch mitteilte, können den Service der Tochterfirma repamo.com GmbH sowohl Privatpersonen als auch Firmen nutzen.

Man wolle so die wachsende Nachfrage nach Reparaturen außerhalb der Garantie bedienen, weil viele Verbraucher ihre Smartphones länger behielten. «Eine Reparatur ist damit eine echte Alternative zum Neukauf», sagte Produktionsvorstand Sven Mohaupt. Nach Testläufen seit Mitte 2018 sei der Service inzwischen für Jedermann verfügbar.

Apple-Konzernchef Tim Cook hatte erst jüngst einen schwindenden Absatz von Handys im Jahr 2018 bilanziert. «Unsere Kunden behalten ihre iPhones länger», sagte Cook.

Repamo.com ist die zweite Tochtergesellschaft der Komsa nach w-support.com für die Reparatur von Tablets und Smartphones. Nach Angaben des Unternehmens soll der neue Service vor allem auch preislich attraktiv für Verbraucher sein. Man verwende für die Reparatur neben Originalersatzteilen auch geprüfte, qualitativ hochwertige Ersatzteile. «Dadurch kann die Reparatur zu einem günstigeren Preis angeboten werden», hieß es.

Repariert würden alle gängigen Modelle der Hersteller Apple, Huawei, Samsung und Sony. Weitere Marken würden nach und nach hinzukommen.

Die 1992 gegründet Komsa Kommunikation Sachsen AG hatte im vergangenen Dezember angekündigt, ihr Reparaturcenter im polnischen Breslau (Wroclaw) im Frühjahr zu schließen und 300 Mitarbeiter zu entlassen. Das Reparaturgeschäft für Deutschland und Polen soll in Hartmannsdorf gebündelt werden.

Durch die Entlassungen in Breslau ist die Zahl der Mitarbeiter der Komsa-Gruppe auf rund 1450 in den Standorten Hartmannsdorf, Breslau und Kamen (Nordrhein-Westfalen) gesunken. Im Geschäftsjahr 2017/2018 erwirtschaftete das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Umsatz von mehr als 1,2 Milliarden Euro.

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